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Skimming – Betrug an Geldautomaten

Als „Skimming“ wird das Manipulieren von Geldautomaten durch gefälschte Kartenlesegeräte oder vollständiger Frontplatten bezeichnet.

Ralf Nowotny, 18. März 2022
Betrug am Geldautomaten: Tipps gegen Skimming
Betrug am Geldautomaten: Tipps gegen Skimming

Vielleicht ist der Begriff dem ein oder anderen bereits bekannt. Skimming bedeutet „Abschöpfen“ oder „Absahnen“ und steht für eine Methode, illegal elektronische Daten von Zahlungskarten auszuspähen. Dabei lauern insbesondere beim Geldabheben am Bankautomaten Gefahren. Denn Betrüger können einen Geldautomaten auf vielfältige Weise manipulieren, um an das Geld der Bankkunden zu kommen.

Vorgehensweise der Täter

Um an die Kartendaten zu kommen, installieren die Täter manipulierte Kartenlesegeräte oder vollständige Frontplatten an den Geldausgabeautomaten, welche optisch dem Automaten angepasst sind (gleiche Farbe, gleiche Aufkleber etc). Die eingeschobene Bankkarte wird dabei durch das illegale Lesegerät zum originalen Kartenleser weitertransportiert. Gleichzeitig werden die Kontodaten ausgelesen und gespeichert.

Um an die PIN zu gelangen, wird das Eintippen der PIN-Nummer mit einer Kamera oder einem Foto-Handy aufgezeichnet. Diese befinden sich beispielsweise oberhalb der PIN-Tastatur oder an den angebrachten Sichtschutz-Vorrichtungen und zeichnen die PIN-Eingaben auf.

Weitere Möglichkeiten zum Ausspähen der PIN sind z.B. Aufsätze von täuschend echt wirkenden Tastatur-Attrappen oder Aufsatzkartenlesegeräten mit integrierter Kamera. So werden anschließend Kopien von den Zahlungskarten gefertigt, mit denen die Täter Geld von den Konten der Opfer abheben können.

Tipps gegen Skimming

  • Während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand als Sichtschutz vollständig abdecken. Das erschwert das Ausspähen per Kamera erheblich
  • PIN stets getrennt von der Karte aufbewahren
  • Niemals die PIN an einem Türöffner eines Bankinstitutes eingeben
  • Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen beobachtet werden kann
  • Nutzen Sie keinen Geldausgabeautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, z. B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz

Ausführliche Informationen und weitere Tipps erhalten Sie auf folgender Seite: https://s.rlp.de/reo1q

In jedem Fall weist die Polizei an dieser Stelle darauf hin: Bei Verdacht auf Manipulation eines Geldautomaten nutzen Sie diesen bitte keinesfalls und alarmieren Sie die Polizei!

Quelle: PP/Polizeipräsidium Koblenz
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