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Welche Displaysperre ist wirklich sicher?

Welche Displaysperre darf’s denn sein? Pin, Passwort, Muster, Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Iris-Scan? Hier erfährst du, welche Entsperrmethode dein Handy am besten schützt!

Susanne Breuer, 21. September 2022

Displaysperren bieten viele Möglichkeiten: Biometrische Daten wie Fingerabdruck, Iris und Gesicht sind die individuellste Möglichkeit, um ein Smartphone zu entsperren. Aber damit sie wirklich sicher gespeichert und nicht manipuliert werden, muss die Technik stimmen. Eine kurze PIN aus vier Ziffern oder Wischmuster bieten keinen guten Schutz gegen Zugriff von anderen.

Displaysperre muss sein!

Schütz‘ dein Smartphone mit einer Displaysperre! Denn so kann nicht jeder, der sich vielleicht mal dein Handy schnappt, direkt auch sehen, was alles drauf ist. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Entsperrmethoden. Aber nicht alle sind gleichermaßen sicher.

Muster

In einem Raster mit 9 Punkten müssen mindestens 4 verbunden werden. Das angelegte Muster solltest du dir gut merken. Verbindest du falsche Punkte oder die richtigen in der falschen Reihenfolge, kommst du nicht an deine Daten. In der Regel kannst du dann mit einer PIN oder einem Passwort dein Display entsperren – sofern du sie festgelegt und nicht vergessen hast.

Zwar hat das Muster den Vorteil, dass es sich schnell und einfach zeichnen und merken lässt. Je mehr Punkte du verbindest, desto schwerer ist es auch für Unwissende zu erraten. Nachteil: Wischst du aber das Display nicht immer wieder ab, können Fremde auf dem Display die Spuren deines Fingers sehen und das Muster erraten.

PIN

Die SIM-Karte hat eine und für das Entsperren des Sperrbildschirms kannst du eine zusätzliche PIN festlegen. Die sollten aber nicht gleich sein! Für die Displaysperre kannst du mindestens vier Ziffern beliebig kombinieren. Je mehr du nimmst, desto besser! Diese Entsperrmethode hat die Vorteile, dass sich gängige Kombinationen leicht merken lassen und mit jeder zusätzlichen Ziffer die Chance, deine PIN zu knacken, sinkt. Nachteile sind aber, dass einige Kombinationen für Menschen, die dich kennen, leicht zu erraten sind. Deshalb solltest du nicht dein Geburtsdatum nehmen. Auch bei der PIN können Spuren deines Fingers auf dem Display die nötigen Ziffern verraten.

Passwort

Beim Passwort kommt es vor allem auf die Länge an! Wie bei der PIN gilt auch hier: Je mehr Zeichen, desto schwerer ist der richtige Code zu erraten. Und wenn du auch noch Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen mischst, wird das eine gute Sache. Das ist dann auch der größte Vorteil des Passworts als Entsperrmethode. Die Nachteile sind aber, dass komplexe Passworte möglicherweise schwer zu merken sind und andererseits zu leichte Passwörter auch easy zu erraten sind. In einem anderen Artikel haben wir Tipps für starke Passwörter.

Biometrische Merkmale

Neben den Möglichkeiten, Dinge auf dem Sperrbildschirm einzugeben, gibt es auch noch die Entsperrmethoden mit biometrischen Merkmalen. Das sind einzigartige Infos deines Körpers, die dich von anderen unterscheiden. Generell solltest du dich aber darüber informieren, ob diese Informationen sicher verschlüsselt auf deinem Gerät gespeichert werden. Ist das nämlich nicht der Fall oder werden sie sogar an irgendwelche Server übertragen, besteht theoretisch die Gefahr, dass die Infos für kriminelle Zwecke (Stichwort: Identitätsdiebstahl) missbraucht werden. Und biometrische Daten lassen sich nicht so einfach ändern wie ein Passwort, eine PIN oder ein Wischmuster!

Fingerabdruck

Diese Entsperrmethode ist schon relativ gängig und sehr viele Smartphones haben einen Fingerabdruckscanner. Beim Einrichten eines Fingerabdrucks wird meist noch eine zweite Entsperrmethode aus den oberen drei Möglichkeiten verlangt – für den Fall, dass dein Finger mal verletzt ist, zu dreckig ist oder auch jemand anders tatsächlich dein Handy mal entsperren soll. Vorteile: Die eigenen Finger hat man in der Regel immer dabei und man muss sich nichts merken. Nur mit großem Aufwand und hoher krimineller Energie lässt sich ein Fingerabdruck nachbauen oder fälschen. Nachteile: Funktioniert nicht mit Handschuhen.

Gesichtserkennung

Wir Menschen erkennen einander am schnellsten am Gesicht. Das können auch die meisten Smartphones mit Frontkamera. Das ist der große Vorteil dieser Entsperrmethode. Aber Achtung: Sofern keine 3D-Kamera im Einsatz ist, lässt sich die Gesichtserkennung oft schon mit einem Foto überlisten. Weiterer Nachteil: Die Gesichtserkennung klappt nicht immer zuverlässig. Wenig Licht, Sonnenbrillen oder zu stark wehende Haare können Probleme machen. Und wenn man irgendwo ist, wo man eine Maske tragen muss, sieht’s auch schlecht aus mit der Erkennung. Deshalb wird auch für diese Entsperrmethode meist noch eine zweite ohne biometrische Merkmale gefordert.

Iris-Scan

Die jüngste kommerzielle Entsperrmethode für den Sperrbildschirm schaut dir in die Augen. Die Selfie-Cam oder eine Infrarot-Kamera tastet den farbigen Kreis um deine Pupille ab und erkennt dich dadurch. Vor- und Nachteile sind vergleichbar mit denen des Fingerabdrucks und der Gesichtserkennung. Allerdings funktioniert eine Infrarot-Kamera auch ohne Umgebungslicht. Eine höhere Sicherheit entsteht in der Kombination aus Iris-Scan und Gesichtserkennung.

Quelle: Checked4you

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