Leserbrief: „Sicherer Aufenthalt im Internet“

Tom Wannenmacher, 4. Mai 2019
Artikelbild: Shuttersrock / Von Wor Sang Jun
Artikelbild: Shuttersrock / Von Wor Sang Jun

An dieser Stelle dürfen wir einen Leserbrief veröffentlichen, denn wir am 3.5.2019 von einer 16-jährigen Schülerin erhielten. Ihr Text zeigt sehr deutlich, dass Jugendliche sich durchaus mit dem Thema „Sozialen Medien und damit verbundene Gefahren“ auseinandersetzen!

Jugendtrends

Liebe Leserinnen und Leser,

wir leben in einer Zeit, in welcher uns die sozialen Medien täglich begegnen. Sie sind sozusagen unsere ständigen Begleiter. Man kann sich untereinander austauschen und sehen wo wer gerade mit wem unterwegs ist. Vor allem zur Gruppe der Teenager gehören die sozialen Netzwerke bereits zum Alltag. Die Jugendlichen müssen ansprechende Bilder posten, damit sie ja viele „Likes“ auf Instagram oder Facebook erhalten.

Dies wird auch im Artikel „Selbstdarstellung – Viele ‚Likes‘ machen Teens glücklich“ von Ulrike Griessel aus der Online-Ausgabe der Oberösterreichischen Nachrichten vom 20. November 2014 thematisiert.

Die Autorin erwähnt in ihrem Bericht eine Studie über die Nutzung des Internets, die bei Schülerinnen und Schüler zwischen 14 – 17 Jahren durchgeführt wurde. Es wurde herausgefunden, dass die Medien einen großen Stellenwert bei den Jugendlichen haben. Egal wohin die Jugendlichen gehen, muss jede Bewegung auf einem Foto festgehalten werden, um diese dann zu posten. Besonders viel Wert wird auch auf die Profilbilder gelegt. Die Wiener Kommunikationswissenschaftlerin Sonja Schwarz meint dazu folgendes:

„Darauf zeigen sie sich so, wie sie gerne von anderen gesehen werden möchten“.

Damit hat sie vollkommen Recht!

Ich selbst bin eine Jugendliche und weiß genau wie es im Internet heutzutage abläuft.

Wenn man nicht genug „Likes“ unter seinem neuen Foto bekommt, sinkt man sofort in der Beliebtheitsskala und wird somit bei Gleichaltrigen als uninteressant eingestuft. Es ist ein ständiger Druck, den die Jugendlichen mit sich schleppen.

Jedes Foto auf dem man oben ist muss dem Perfektionismus gleichen. Aber auch Themen wie Cybermobbing ist bei den Jugendlichen bekannt. Doch ich kann sagen, dass man mit zunehmendem Alter vorsichtiger damit umgeht.

Bevor ich ende, möchte ich Vorschläge zur Unterstützung im Hinblick auf den richtigen Umgang mit sozialen Medien machen.

Meiner Meinung könnte ein Fach mit dem Namen „Sicherer Aufenthalt im Internet“ nicht schaden. Denn es gibt noch immer Menschen, die zu viel von ihrer Privatsphäre preisgeben. Es gibt auch sehr gute Internetseite wie “Mimikama” und „SaferInternet“, die seriöses Quellen ist, und einem helfen können.

Mit freundlichen Grüßen,
Emelie W.

Quellenangabe: Selbstdarstellung: Viele „Likes“ machen Teens glücklich


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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