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In eine Shopping-Falle getappt? Hier gibt’s nützliche Tipps!

Kathrin Helmreich, 13. Februar 2019
In eine Shopping-Falle getappt? / Artikelbild: fizkes - Shutterstock.com
In eine Shopping-Falle getappt? / Artikelbild: fizkes - Shutterstock.com

Augen auf beim Online-Kauf!

Wie unser Kooperationspartner Watchlist Internet warnt, werben im Internet unzählige Shops, die angebliche Markenware zu sehr günstigen Preisen anbieten, um Kund/innen.

Trotz .at- oder .de-Domains haben die Websites Ihren Sitz etwa in China. Die versendeten Waren sind gefälscht, qualitativ minderwertig und werden häufig vom Zoll beschlagnahmt.

Zusätzlich gelangen Kriminelle an Kreditkartendaten ihrer Opfer.

Shopping-Fallen erkennen!

Die Markenfälscher-Websites wirken auf den ersten Blick oft unauffällig. Im Sortiment kann sich von Markenkleidung über Taschen, Rücksäcke und Schmuck bis hin zu Technik alles befinden.

Die Hauptmerkmale, die derartige betrügerische Online-Shops verraten, sind meist ein fehlendes Impressum, sehr stark vergünstigte Preise und unpassende Web-Adressen.

Genaueres dazu lesen Sie in Vorsicht bei (zu) günstiger Markenware im Internet!

Sie sind in eine Shopping-Falle getappt? Tun Sie folgendes!

Wenn Sie auf einer betrügerischen Website eingekauft haben, gibt es einige Schritte, die Sie setzen sollten:

  • Sie haben zwar ein gesetzliches Rücktrittsrecht, allerdings ist dieses bei betrügerischen Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU kaum durchsetzbar. Nehmen Sie dennoch Kontakt zu dem Unternehmen auf, wenn das möglich ist. Sofern man Ihnen kein Retouren-Label zukommen lässt, ist ein Rückversand der Ware allerdings nicht empfehlenswert. Es ist nämlich unwahrscheinlich, dass man Ihnen bezahlte Beträge und Portokosten rückerstatten würde.
  • Setzen Sie sich mit Ihrem Kreditkartenanbieter in Verbindung und schildern Sie die Geschehnisse. Suchen Sie um eine Rückbuchung des Betrages an. Darauf besteht zwar kein Rechtsanspruch, doch Sie können eine Kulanzlösung anstreben.
  • Achten Sie auf ungerechtfertigte Abbuchungen auf Ihrer Kreditkarte, denn Kriminelle haben durch Ihre Bestellung möglicherweise Zugriff auf diese erlangt. Gemäß § 67 ZaDiG 2018 sind Ihnen Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden, von Ihrem Zahlungsdienstleister zurückzuerstatten!
  • Kommt es zu keiner Rückbuchung bezahlter Beträge, legen wir Ihnen Betrugsanzeige bei der Polizei nahe. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Wie mache ich eine Anzeige?

Sie haben die bestellte Ware nie erhalten?

Während manches Mal gar keine Ware verschickt wird, haben Sie diese höchstwahrscheinlich deshalb nicht erhalten, weil sie vom Zoll abgefangen wurde.

Sofern Sie dem nicht aktiv widersprechen, werden die gefälschten Produkte vernichtet.


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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