SEK-Einsatz nach vorgetäuschtem Notfall

Kathrin Helmreich, 13. Oktober 2016

Heute kam es gegen 14.45 Uhr zu einem SEK-Einsatz im Kiefernweg in Reinbek, bei dem eine Schreckschusspistole sichergestellt und ein Mann in Gewahrsam genommen wurde

Ein 44-jähriger Mieter des Hauses Kiefernweg 18 suchte gegen 12 Uhr eine Nachbarin auf und bat diese, den Rettungsdienst zu verständigen, da in seiner Wohnung eine Person zusammengebrochen wäre.

Nach dem Notruf der Nachbarin erschienen ein Rettungswagen sowie ein Notarzt vor Ort. Der 44-jährige bat die Rettungskräfte in seine Wohnung

Im Wohnzimmer bemerkten die Sanitäter eine Pistole, die auf einem Stuhl lag.

Als der Wohnungsnehmer nach der Waffe griff, verließen die Rettungskräfte schnell die Wohnung und verständigten gegen 12.25 Uhr die Polizei.

Es wurde konkret niemand bedroht und auch keine Geisel genommen. Der Wohnungsnehmer ist polizeilich nicht bekannt. Hinweise auf einen berechtigten Waffenbesitz gab es nicht.

Da nicht bekannt war, ob es sich um eine „scharfe“ Waffe handelte, sperrten und sicherten die gerufenen Beamten den Wohnblock ab.

Anschließend wurde das Spezialeinsatzkommando alarmiert.

Die Beamten des SEK betraten gegen 14.45 die Wohnung und konnten die 44-jährigen ohne jeden Widerstand in Gewahrsam nehmen.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Im Wohnzimmer konnte eine Schreckschusswaffe aufgefunden werden, welche unter dem Wohnzimmertisch abgelegt war.

Eine verletzte oder zusammengebrochene Person wurde in der Wohnung nicht angetroffen. Der 44-jährige ist dem Polizeirevier Reinbek zugeführt worden.

Die Hintergründe zu dem Vorfall sind noch unklar. Um 15.15 Uhr war der Einsatz beendet.

Quelle: Polizei Ratzeburg


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