Schulfest verschoben: „Wir wollen niemanden ausschließen. Wir sind eine Gemeinschaft“

Andre Wolf, 10. Mai 2019
Viel Hass prasselt auf Schulleiter ein.
Viel Hass prasselt auf Schulleiter ein.

Es ist das Foto eines grünen Zettels, welches die Gemüter erhitzt.

Eine Förderschule in Aschaffenburg verschiebt ihr Schulfest, damit alle Schulfamilien daran teilnehmen können. Der Grund: Man habe bei der Planung des Festes übersehen, dass der Termin in der Fastenzeit muslimischer Familien liegt.

Und nun ist es bestätigt: Dieser Elternbrief ist kein Fake! Das haben Schule und Schulleiter öffentlich bestätigt. Eine Erklärung findet sich zum einen auf der Webseite der Schule, aber auch in einem Artikel des Main-Echos, der Zeitung vor Ort.

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Die Schule veröffentlichte auf ihrer Webseite folgende Erklärung:

Miteinander leben und lernen – das ist der Leitsatz unserer Schule.

Unser geplantes internes Schulfest (Schüler/innen und Angehörige) stand unter dem Motto

Gemeinsam feiern

Dazu wollten die Eltern etwas zu einem internationalen Buffet beitragen.

Wir wären keine Schulgemeinschaft wenn wir dabei anders Gläubige ausschließen würden.

Nachdem wir eine Vielzahl unschöner E-Mails und Telefonanrufe erhalten haben, ist zur Zeit der                      Anrufbeantworter eingeschaltet. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

     Wir  leben Miteinander – nicht Gegeneinander!

Da das Fest unter dem Motto „Essen“ stattfinden sollte und die Schulfamilien landestypische Speisen mitbringen sollten, merkten viele Eltern an, dass der Termin im Fastenmonat liege.

Negative Reaktionen und Hass

Weitere Informationen gibt es in dem Artikel des Main-Echos. Dieser Artikel trägt den Titel „Hass-Mails zu Absage von Schulfest“ und ist hier zu sehen (nach der Registration kann man 5 Artikel gratis lesen).

Mittlerweile schlägt der Schule und dem Schulleiter viel Hass entgegen. Der Schulleiter merkt gegenüber der Zeitung an, dass sie mit Hass-Mails aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz zugemüllt (sic!) werden.

»Wir wollen niemanden ausschließen. Wir sind eine Gemeinschaft«, so der Schulleiter. »Allen in der Schulfamilie gebührt derselbe Respekt.«

Der gesamte Artikel und die Hintergründe auf Main-Echo.de


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