Schlagzeile „Biden ‚Child Porn‘ Shock“ im Faktencheck

Andre Wolf, 7. Dezember 2020
Schlagzeile "Biden 'Child Porn' Shock" im Faktencheck
Schlagzeile "Biden 'Child Porn' Shock" im Faktencheck

In den letzten Tagen tauchte ein Sharepic mit der Schlagzeile „Biden ‚Child Porn‘ Shock“ auf. Diese soll angeblich in Australien eine Titelstory gewesen sein.

Um den designierten US-Präsidenten Joe Biden, aber auch um seinen Sohn Hunter werden häufig Geschichten um Pädophilie gestrickt. So auch in einem Sharepic, das von einem „Biden ‚Child Porn‘ Shock“ spricht, der dem Sohn Hunter widerfahren sei.

Auf internationaler Ebene wird seit mehreren Tagen ein Sharepic mit dieser Behauptung verbreitet. Genau lautet die Behauptung dazu, dass eine Geschichte über den Sohn des designierten US-Präsidenten Joe Biden, Hunter Biden, in Australien auf der Titelseite gelandet sei. Die Schlagzeile des Artikels lautete: „Biden ‚Child Porn‘ Shock“.

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Mit dieser Behauptung haben sich bereits die US-Faktenprüfer von Snopes beschäftigt. Ich einem Faktencheck dazu hat Snopes herausgearbeitet, dass es sich bei dieser Behauptung um einen Fake handelt.

Die Geschichte mit dem Titel existiert zwar, sie erschien jedoch in einer Boulevardzeitung. Außerdem erschien sie nicht als Schlagzeile der Titelseite der Ausgabe. Die gesamte Geschichte wurde auch nicht annähernd auf der Titelseite erwähnt, so wie es das Sharepic behauptet.

"Biden 'Child Porn' Shock" Faktencheck
„Biden ‚Child Porn‘ Shock“ Faktencheck

Was Snopes über „Biden ‚Child Porn‘ Shock“ schreibt

Auch wenn diese Sharepics über den vermeintlichen „Biden ‚Child Porn‘ Shock“ erst seit kurzem häufiger verteilt werden, so stammt die gesamte Geschichte bereits aus dem Oktober 2020. Also noch VOR den Wahlen in den USA und mitten aus der heißen Wahlkampfphase.

Nach Angaben von Snopes veröffentlichte die australischen Boulevardzeitung The Daily Telegraph den Artikel. Darin wurde behauptet, dass Hunter Biden „zum Gejagten inmitten von Behauptungen minderjähriger Bilder auf seinem Laptop“ wurde (siehe hier).

In dem Artikel wird der persönlicher Anwalt Rudy Giuliani angeführt. Dieser Berichtet davon, es gebe „zahlreiche“ Bilder, die er als Bilder von minderjährigen Mädchen beschrieb. Im Ganzen sollen es über 25.000 Bilder sein.

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Doch dieser „Biden ‚Child Porn‘ Shock“ war ein Fake. Bereits zuvor berichteten die US-Faktenchecker von Politifact davon, dass es keinen Beweis dafür, dass ein Laptop, der zuvor Hunter Biden gehörte, Kinderpornographie enthält. Die Anschuldigung geht auf ein anonymes Internetforum zurück, das eine bekannte Quelle von Online-Desinformationen ist. Der gesamte Faktencheck von Politifact dazu hier.

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