Schaufensterpuppen wünschen Deutschen ruhiges Weihnachstfest (Faktencheck)

Andre Wolf, 23. Dezember 2019
Schaufensterpuppen wünschen Deutschen ruhiges Weihnachstfest
Schaufensterpuppen wünschen Deutschen ruhiges Weihnachstfest

Auf Social Media sind verschiedene Fotos von Schaufensterpuppen aufgetaucht, die mit Weihnachtsgrüßen versehen sind. Diese Weihnachtsgrüsse erregen jedoch Aufmerksamkeit.

Die Schaufensterpuppen stehen unbekleidet in einem Schaufenster. Was sie jedoch kleidet, sind gelbe Zettel, die mit Aufschriften versehen sind. Einer der Zettel trägt einen Weihnachtsgruß. Dieser lautet:

Allen deutschen Familien ein ruhiges und friedliches Weihnachtsfest

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Diese Fotos haben es nun auf Social Media zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, denn neben der Botschaft auf einem der Zettel hat einer der fotografierten Puppen den rechten Arm angewinkelt.

Faktencheck: Herkunft der Bilder

In dem Tweet und auch in verschiedenen anderen Veröffentlichungen wird Schneeberg in Sachsen als Aufnahmeort der Fotos mit den Schaufensterpuppen angegeben. Das ist so weit korrekt und wird auch in diversen Berichterstattungen bestätigt (vergleiche MDR).

Man kann anhand der Fotos auch verifizieren, dass es sich um Schneeberg handelt. In einem der Bilder Spiegelt sich das Rathaus von Schneeberg in der Scheibe (vergleiche hier), ebenso erkennt man auf einem der Bilder ein Schild der benachbarten Adler Apotheke, die am Markt in Schneeberg ist (siehe hier).

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Schaufensterpuppen in den Medien

Die Fotos, bzw. das Schild und auch der Arm wurde bereits in den Medien thematisiert. Der MDR hat sich von der Polizei Chemnitz die Fotos bestätigen lassen. So liest man:

Die Polizei Chemnitz bestätigte auf Anfrage von MDR SACHSEN den Vorfall. Der Kriminaldienst vom zuständigen Revier prüfe den Vorfall. Zurzeit beständen keine Hinweise auf eine Straftat, so die Polizei weiter. Bei Ankunft der Polizei an dem Geschäft zeigte kein Puppenarm nach oben.

Auch der Bürgermeister der Stadt hat die Fotos bestätigt, konnte aber nach eigener Aussage den Inhaber nicht dazu bewegen, die Schilder zu entfernen. Neben dem MDR hat auch die BILD über die Fotos mit den Schaufensterpuppen berichtet. Hier wird der Ladeninhaber mit den Worten „Ich kann doch allen deutschen Landsleuten schöne Weihnachten wünschen, weiß doch nicht, ob die anderen überhaupt Weihnachten feiern.“ widergegeben.

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