Ich feiere Sankt Martin und nicht das Laternenfest

Jens | ZDDK | MIMIKAMA, 12. November 2016

Ich feiere Sankt Martin und nicht das Laternenfest: So steht es gerne auf den diversen „gida“ Seiten und wird dann gerne mit Islambashing verbunden.




Deshalb entbehrt es nicht eines gewissen Charmes der weltgewandten Humorzentrale des Lebens, dass ausgerechnet der Nürnberger gida Zweig drei Sankt Martin Umzüge von Kindertagesstätten in Fürth verhindert.

Sankt Martin, die Kinder basteln sich Laternen üben Lieder und freuen sich über Wochen auf diesen Abend.

Ein Laternenumzug, teilweise begleitet von einem Sankt Martin Darsteller, der seinen Mantel teilt, genau wie sein historisches Vorbild.

Praktizierte Nächstenliebe im Laternenschein den Kindern ein Vorbild, sie werden, oder würden noch wochenlang mit leuchtenden Augen von diesem Abend und dem beeindruckenden Schauspiel erzählen.

Interessant wird es, wenn den selbsterklärten Kultur- und Traditionsrettern die glorreiche Idee kommt selber einmal an Sankt Martin zu erinnern.

Nicht nur, dass ihre Grundeinstellung der des barmherzigen Sankt Martin widerspricht, nein, diesmal verhindert ihr kurzfristig kundgetanes Vorhaben die Umzüge von drei Kindertagesstätten, die ihrerseits, man mag es kaum aussprechen, an Sankt Martin erinnern wollten.

Die Leiterin der Kinderkrippe „Königskinder“ aus Fürth hat kurzerhand den Umzug um eine Woche verschoben, da sie auf keinen Fall die Kinder zwischen die Fronten von Pegida-Anhängern, Gegendemonstranten und Polizei geraten lassen wollte.

Um den Anwohnern Unannehmlichkeiten zu ersparen, es wäre der vierte Auftritt der Nürnberger Pegida Anhänger innerhalb weniger Monate gewesen, wurde deren Erscheinen an den Obstmarkt verlegt und das obwohl die Umzüge der Kindertagesstätten bereits seit Monaten angemeldet waren.




Die Kindertagesstätten haben reagiert, um den Kindern die bedrohliche Kulisse zu ersparen, werden sie ihre Laternenumzüge umgestalten.

Die Leiter der Tagesstätten betonen „Den Kindern vermitteln wir Offenheit und Menschenfreundlichkeit gegenüber allen Notleidenden unserer Zeit“.

Die Stadt hat vereinfacht ausgedrückt die Anmeldungen der Kindertagesstätten gedanklich verdrängt gehabt und die Pegida auf deren Strecken verlegt.

Die Versammlungsfreiheit wurde hoch bewertet,   Dekan Jörg Sichelstiel hätte sich gewünscht, dass die Stadt, nachdem sie von den Umzügen der Kinder Kenntnis bekommen hat, der Pegida abgesagt und damit eventuell einen Rechtsstreit riskiert hätte.

So blieb der Stadt nur ihr Bedauern auszudrücken, uns was zum Schmunzeln und der Geist von Sankt Martin auf der Strecke.

Quelle

 

 

 


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