Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist auch ein Cyberkrieg. Die Neue Züricher Zeitung hat in einem Artikel am 28. April 2022 angeführt, dass Russland bereits vor einem Jahr begonnen hat, seine Invasion mit Cyberangriffen vorzubereiten. Seit 24. Februar sei es dann täglich in der Ukraine zu Hackerangriffen auf Behörden und Firmen gekommen.

Im Gegenzug hat sich eine Front von computeraffinen Internet Nutzern gebildet, um die Cyberinfrastruktur Russlands anzugreifen bzw. jene der Ukraine zu schützen. Die Gefahren dieses Kriegsschauplatzes sind nicht abzuschätzen. standard.at weist in einem Artikel vom 21. Juli 2022 darauf hin, „dass man in diesen Sphären oft nicht weiß, mit wem man es wirklich zu tun hat – also ob hinter einer Aktion oder Gruppe nicht jemand mit ganz anderen Interessen steht.“

App für Cyberangriffe gegen Russland ist russische Spionagesoftware

So sei es auch mit der vermeintlichen pro-ukrainischen App „Cyber Azov“. Was als App für Cyberangriffe gegen Russland getarnt war, wurde nun als russische Spionagesoftware aufgedeckt. Nutzer gingen davon aus, dass die App vom ukrainischen Asow-Regime stamme.

Laut Sicherheitsforschern der Threat Analysis Group von Google wurde die App jedoch von der Hackergruppe Turla entwickelt, die direkt dem russischen Geheimdienst FSB zuzuordnen ist.

Statt den versprochenen DoS-Attacken auf ausgewählte russische Webseiten (dabei werden Web-Server mit einer hohen Anzahl von Abrufen geflutet, damit sie unter der Last zusammenbrechen) nimmt die App nur einmal kurz Kontakt auf. Durch das Installieren der App hat der FSB jedoch die Daten über die Nutzer*innen.

Die App Cyber Azov soll aber sehr rasch aufgeflogen sein. Laut standard.at-Bericht ist die zugehörige Website aber weiterhin online und selbst die Schadsoftware stehe noch zum Download bereit.

Cyber Azov soll der App „Stop War“ nachempfunden worden sein, die tatsächlich für DoS-Angriffe gegen Russland verwendet wird.

Quelle: Neue Züricher Zeitung, standard.at

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