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Riesenbärenklau: Nicht anfassen!

Warnung! Der Riesenbärenklau ist hochgradig giftig und hat Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Tom Wannenmacher, 12. Juli 2021
Riesenbärenklau (Bild: Screenshot / Facebook)
Riesenbärenklau (Bild: Screenshot / Facebook)

Der Riesenbärenklau, der eine Höhe von 3 bis 5 Meter erreicht, kann zu schweren Verbrennungen führen, breitet sich im Moment rasant in Deutschland und Österreich aus. Alle Jahre wieder warnen Internetuser vor dem Riesenbärenklau, denn diese Pflanze ist hochgiftig und man sollte diese nicht berühren! Immer wieder werden dazu Statusbeiträge veröffentlicht und wir bekommen, wie jedes Jahr, erneut Anfragen zu diesem Thema.

Alle Jahre wieder, pünktlich im Sommer, tauchen ein Text und ein paar Bilder zu dieser giftigen Pflanze auf, die auf Social Media vielfach verteilt werden. So auch in diesem Jahr. Man liest in dieser Warnung:

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

„Die Herkulesstaude oder Riesen Bärenklau. Bei dieser Hitze EXTREM gefährlich.
Geht ihr am besten aus dem Weg, das gilt auch für eure Vierbeiner. Vorkommen im öffentlichen Bereich bitte bei den Ortsgemeinden, Verbandsgemeinden oder Forstämtern melden. Für Vorkommen auf Privatbesitz ist der Eigentümer zuständig.“

Man könnte also schon fast sagen, dass es sich bei diesem Statusbeitragen auf Facebook und Co um ein Social-Media-Evergreen handelt, vor kaum einer Pflanze wird mit so einer Regelmäßigkeit gewarnt!

Ja, diese Pflanze, die zu schweren Verbrennungen führen kann, ist hochgiftig und man sollte diese nicht berühren! Das Gift kann sehr rasch durch die Haut eindringen und verursacht:

  • ein Brennen im Mund,
  • einen erhöhten Speichelfluss,
  • Schluckbeschwerden,
  • Lähmung der Zunge,
  • starkes Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Schweißausbrüche
  • Bei tödlichen Dosen beginnt aufsteigende Lähmung in den Füßen, die sich über den ganzen Körper fortsetzt. Der Tod kann schon nach 30 Minuten durch Atemlähmung erfolgen. Der Patient ist dabei meist bei vollem Bewusstsein.
Wichtiger Hinweis: Diese Pflanze ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen sowie für Vögel stark giftig.

Der Riesenbärenklau weist folgende Symptome auf:

In der gesamten Pflanze (auch im Wurzelsystem) sind photosensibilisierende Furanocumarine enthalten, die nach Hautkontakt bei anschließender Bestrahlung durch Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen. Bei empfindlichen Menschen genügt bereits ein einfacher Kontakt mit der Oberfläche der Blätter.

Die Reaktionen zeigen sich in Rötungen, Hautentzündungen, Reizungen und in schlimmen Fällen in einer Wiesengräserdermatitis, die sich mit entzündlichen, schmerzhaften Blasenbildungen äußert.

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

Diese können großflächig sein und Verbrennungen ersten bis zweiten Grades hervorrufen. Die Hautreizungen beziehungsweise Blasen können wochenlang anhaltende nässende Wunden verursachen und mit anhaltenden Pigmentveränderungen einhergehen. Auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufschocks können die Folge des Umgangs mit der Pflanze sein.

Information zu Riesenbärenklau

Der oder gelegentlich auch die Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum, Syn.: Heracleum giganteum), auch Bärenkralle, Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist eine zwei- bis mehrjährige, wenn unbeeinflusst einmalblühende (hapaxanthe) krautige Pflanze, also keine Staude. Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus und ist in Europa und Nordamerika ein Neophyt.

Der Riesenbärenklau bildet photosensibilisierende Substanzen aus der Gruppe der Furocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken. Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen und wie Verbrennungen erscheinen (Photodermatitis). Es wird deshalb empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört. Die Herkulesstaude wurde 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. (Quelle)

Video von „mein schöner Garten“

Wenn Sie die Pflanze beseitigen wollen, müssen Sie unbedingt ein paar Schutzmaßnahmen treffen, sonst drohen Hautverbrennungen. Was zu tun ist, erklärt Ihnen „mein schöner Garten“. Ihnen in diesem Video, (Quelle)


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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