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Ich wollte eine Revolution, doch alles, was ich bekam, war eine Zwiebel!

Ralf Nowotny, 8. Januar 2021
Ich wollte eine Revolution, doch alles, was ich bekam, war eine Zwiebel!
Ich wollte eine Revolution, doch alles, was ich bekam, war eine Zwiebel!

Unfassbar: Da will man mal eine Revolution mitmachen, und dann wehren sich die Polizisten auch noch! Und die Tränen wollen auch nicht so recht fließen, also was tun?

Der Sturm auf das Capitol in den USA wird sicherlich als ziemlich unrühmlicher Akt von Menschen, die an eine massiv gefälschte US-Wahl glauben, in die Geschichtsbücher eingehen. Da erträumte sich so mancher Teilnehmer anscheinend eine Revolution, damit Donald Trump weiterhin Präsident bleibt.

Doch wie es halt so ist, wenn man revolutionieren will: Man muss mit Widerstand rechnen. Manchmal sogar sehr brutal mit Pfefferspray! Einer Teilnehmerin des Mobs hat dies gar nicht gefallen:

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Kurz zur Erklärung: „Mace“ ist die Marke eines Pfeffersprays (siehe HIER), deswegen kann man „I got maced“ grob mit „Ich wurde (mit Pfefferspray) besprüht“ übersetzen.

Der Dialog auf Deutsch:

Reporter: „Was ist mit Ihnen passiert?“
Frau: „Ich wurde besprüht!“
Reporter: „Sie wurden besprüht.“
Mann: „Von der Polizei.“
Reporter: „Und was ist passiert, als Sie versuchten, ins Capitol zu gelangen?“
Frau: „Ja, ich bin nur etwa einen Fuß (30 Zentimeter) reingegangen, dann schubsten sie mich raus und besprühten mich.“
Reporter: „Wie heißen Sie, von woher kommen Sie?“
Frau: „Mein Name ist Elizabeth, ich bin aus Knoxville, Tennessee.“
Reporter: „Und warum wollten Sie reingehen?“
Frau: „Wir stürmen das Capitol, das ist eine Revolution!“

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Revolution mit Zwiebel

Es ist schon tragisch genug, wenn man bei einer Revolution frecherweise einfach so aufgehalten wird, doch Pfefferspray ist echt gemein: Da brennen und tränen die Augen aber so richtig!

Glücklicherweise gibt es ein gutes Mittel gegen Pfefferspray: Eine Zwiebel!
Also vielleicht. Vielleicht aber dient die Zwiebel eher dazu, erst für Tränen für die Reporter zu sorgen?

Sehr vielen Twitter-Nutzern ist das kleine Detail aufgefallen: Die Frau reibt sich die Augen mit einer Zwiebel (!) im Handtuch. Nicht unbedingt die beste Methode, um die Auswirkungen von Pfefferspray zu bekämpfen.

Dann sind die Ringe unter ihren Augen auch eher…. Zwiebelringe. *Ba-Dummm TSSSS*

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Fazit

Um kurz ernst zu werden: Bei vielen Ereignissen wird von bestimmten Seiten behauptet, dass es keine Opfer gäbe, dies wären nur „Crisis Actors“, also Krisen-Schauspieler. Wir berichteten HIER und HIER und HIER beispielsweise über solche Vorwürfe, die sich als falsch herausstellten.

Mit Elizabeth aus Tennessee haben wir aber anscheinend tatsächlich mal eine Krisen-Schauspielerin direkt vor laufender Kamera vor dem Mikrofon eines Reporters: Mit einer Zwiebel im Handtuch, die hin und wieder gegen die Augen gedrückt wird, werden Tränen erzeugt.

Nötig wäre das nicht gewesen, denn Verletzte und Tote gab es ja tatsächlich. Hier jedoch wollte eine Frau wohl einfach mal vor eine Kamera.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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