“Reichsbürger” verletzte Polizisten

Andre Wolf, 12. April 2016

Am Anfang haben wir alle ja noch über die Reichsbürgerei geschmunzelt, jedoch so langsam ist jeder Spaß vorbei: nachdem Beamte einen Notrufknopf bekommen sollen und ein Gerichtssaal gestürmt wurde, ist ein Angriff auf einen Polizisten die neueste Aktion, welche erschreckt!


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So berichtete der NDR [1] am 10. April 2016 darüber, dass es sich bei dem folgenden 32-jährigen Täter laut Polizeiaussagen um einen Anhänger der Reichsbürger-Bewegung handeln. Wie wir mittlerweile häufig schon thematisiert haben, erkennen Reichsbürger die BRD mitsamt der Beamten nicht an.

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(Screenshot: NDR)

Der NDR schreibt über einen uns durchaus bekannten Vorwurf von Reichsbürgern:

Der 32-Jährige warf den Polizisten vor, dass für eine Verkehrskontrolle die Rechtsgrundlage fehle.

Die dazu gehörige Polizeimitteilung im Wortlaut:

POLIZEIPRÄSIDIUM ROSTOCK

POL-HRO: Gefährliche Körperverletzung zum Nachteil eines Polizeibeamten in Rostock

10.04.2016 – 12:35

Rostock (ots) – Am 10.04.2016 gegen 00:30 Uhr kam es in Rostock in der Hamburger Straße Höhe Einmündung zum Braesigplatz zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr in Verbindung mit einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 55-jährigen Polizeibeamten des Autobahn und Verkehrspolizeireviers Dummerstorf. Der 32-jährige Tatverdächtige behinderte nach einer von ihm begangenen Ordnungswidrigkeit die Messbeamten des AVPR Dummerstorf bei der Durchführung einer Geschwindigkeitskontrolle. Den Grund hierfür fand der Tatverdächtige in der nach seiner Auffassung fehlenden Rechtsgrundlage für die polizeiliche Maßnahme. Er versuchte vor Ort die Beamten davon zu überzeugen, dass es kein geltendes Ordnungswidrigkeitenrecht gäbe.

Offenbar handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Anhänger der sogenannten Reichsbürgerbewegung. Schon im Rahmen der sich anschließenden Kontrolle des TV trat dieser gegenüber den Beamten provokativ und teilweise aggressiv auf. Im Anschluss an die erfolgte Kontrolle fuhr der TV mit seinem Pkw Smart von der Kontrollstelle los, obwohl sich ein Beamter gerade vor dem Fahrzeug aufhielt. Er lud diesen auf und bremste nach ca. 25 m wieder stark ab, so dass der mitgerissene Beamte von der Motorhaube fiel. Der Beamte wurde hierbei glücklicherweise nur leichtverletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei wird neben den bereits genannten Delikten auch dem Verdacht einer politisch motivierten Tat nachgegangen.

Quelle: Pressemitteilung Polizei


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