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Reich werden mit Bitcoin-Tipp von Olaf Scholz? Nein!

Ralf Nowotny, 26. Mai 2020
Reich werden mit Bitcoin-Tipp von Olaf Scholz? Nein!
Reich werden mit Bitcoin-Tipp von Olaf Scholz? Nein!

Augenscheinlich wirbt Olaf Scholz für eine Methode, um ohne Vorwissen und ganz einfach Geld zu verdienen.

Immer wieder fallen Nutzer auf jene Methode rein – weil sie halt auf Facebook steht und die Internet-Adresse irgendwie seriös klingt. Angeblich empfiehlt Finanzminister Olaf Scholz in einem Artikel eine bestimmte Bitcoin-Plattform.

Olaf Scholz empfiehlt keine Bitcoin-Plattform!
Olaf Scholz empfiehlt keine Bitcoin-Plattform!

Schon sehr verwirrend ist, dass die Seite zwar „Finanzmagazin“ heißt, der Artikel aber aussieht wie von BILD online:

Dies ist keine echte Seite der BILD
Dies ist keine echte Seite der BILD

In dem Artikel wird erzählt, Olaf Scholz habe zwar noch im Januar den Bitcoin kritisiert, das habe sich nun aber vollkommen geändert. Bei jener neuen Methode handele es sich zudem um eine „neue Form des Online-Bankings“, welche nun legal sei.

Weiter folgt das Beispiel einer Familie, die mittels dieses Systems ihr Geld angeblich vervielfachte, dazu dann noch der unterschwellige Zeitdruck, dass es wahrscheinlich nicht mehr viele Plätze in diesem Online-System gäbe.

Weiter unten wird dann aus dem „Wir wissen nicht, wieviele Plätze noch frei sind“ plötzlich ein „nur noch weniger als 20 Plätze verfügbar“. Sehr vertrauenswürdig. Nicht.

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Und was ist das dann für eine Plattform?

Auf jeden Fall nicht um „eine neue Form des Online-Bankings“, sondern um eine uns allzu bekannte Form des Bitcoin-Betruges!

Natürlich: Erst einmal soll man kräftig einzahlen
Natürlich: Erst einmal soll man kräftig einzahlen

Bei dieser Plattform geht es konkret um den Handel mit binären Optionen in Form von Bitcoins. Dies ist im Prinzipnicht illegal, jedoch sprechen die gefälschten Erfahrungsberichte angeblicher Nutzer der Plattform stark gegen die Seriosität der Plattform; 2019 kam es auch zu Verhaftungen einiger Betreiber solcher Plattformen (wir berichteten).

Interessanterweise lässt uns beim Aufruf der Plattform [sponsor]Kaspersky[/sponsor] gar nicht erst an das Eingabeformular ran: Die Software erkennt, dass mindestens ein Datenverlust droht:

Kaspersky verhindert den Zugang klugerweise
Kaspersky verhindert den Zugang klugerweise

Ohne Onlineschutz gerät man dann auf jene Seite:

Reich werden dabei nur die Betreiber
Reich werden dabei nur die Betreiber
Der Handel mit binären Optionen ist ein hoch riskantes Modell, welches teilweise auch außerbörslich angeboten wird. Definitiv kein Produkt für Anfänger!

Bei binären Optionen können zwei Aktionen eintreten:

  1. Das vorhergesagte Ereignis tritt ein, wodurch Händler/innen eine im Vorhinein festgelegte Summe erhalten.
  2. Das vorhergesagte Ereignis tritt nicht ein, wodurch Händler/innen einen Verlust erleiden.

Bei dem Handel mit binären Optionen können Nutzer Geld verdienen, sofern sie mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Der Online-Handel mit binären Optionen ist mit zahlreichen Risiken verbunden. Beispielsweise könnt ihr keine Gewinnauszahlung erhalten, an Anbieter geraten, die Kurse manipulieren, oder eure persönlichen Daten dienen für Verbrechen unter eurem Namen, da die persönlichen Daten des Nutzers in die Hände des Betreibers gelangen.

Genaue Details und mehr Informationen zu diesem Thema findet man hier.

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Fazit:

Mit einem Clickbait (bekanntes Gesicht und einer Erfolgsstory) locken die Betreiber Nutzer auf ihre Webseite und präsentieren dort Fabricated Content im Design von ebenso bekannten Medienhäusern.

Grundsätzlich geht es hier um Online-Handel mit binären Optionen – wobei hier viel Wissen und Erfahrung notwendig ist, um tatsächlich das große Geld zu machen. Zudem zahlen solche Plattformen die Gewinne nicht, selten oder nur teilweise an die Nutzer aus.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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