Red Bull Chef Mateschitz gibt Investitionstipps? Fake!

Andre Wolf, 6. März 2020
Mateschitz Fakewerbung
Mateschitz Fakewerbung

Vorsicht vor dubiosen Werbeinseraten und gefälschten Zeitungsartikeln, in denen Promis Tipps geben, wie man im Internet viel Geld verdient!

Mateschitz wirbt für dubiose Bitcoinmodelle? Fake! Hier die Zusammenfassung:

Auf Social Media tauchen immer wieder dubiose Werbeinserate mit Promis auf. Diese haben damit jedoch nichts zu tun, sondern werden als Köder in eine teure Investitionsfalle genutzt.

Immer wieder tauchen Werbeinserate auf Instagram und Facebook auf, in denen ein Promi abgebildet ist. Mal ist es Günther Jauch, Dieter Bohlen oder wie in einem aktuellen Fall Red Bull Chef Dietrich Mateschitz.

[mk_ad]

Diese Werbeinserate haben alle etwas gemeinsam: Sie leiten auf eine Webseite, die wie ein Artikel einer Zeitung aussieht. Auf dieser Webseite liest man entsprechend in einem längeren Artikel ein Interview mit einem Promi.

Dieser erklärt, wie man auf einfache Weise mit Investitionen in Bitcoinsysteme viel Geld machen kann. Gleichzeitig wird dieses Bitcoinsystem massiv geworben.

Wirbt Mateschitz da wirklich?

Ob Mateschitz, Jauch oder Bohlen: Sie alle haben damit nichts zu tun. Ihre Namen werden missbräuchlich für dubiose Werbestrategien genutzt. Gleichzeitig werden auch immer sogenannte pseudoredaktionelle Inhalte dazu verfasst, die ein Interview darstellen sollen.

Am Ende ist es eine Falle, denn diese gefälschten Berichte und Darstellungen sollen Menschen dazu verleiten, in undurchsichtige Bitcoinsysteme zu investieren. Die Einstiegssumme liegt meist bei 250 €.

[mk_ad]

Am Ende gibt es jedoch nicht das große Geld! Im Gegenteil: In der Vergangenheit haben Betroffene immer wieder davon berichtet, dass sie nach der getätigten Startinvestition entweder rein gar nichts mehr machen konnten oder aus dem Programm ausgesperrt wurden.

Wir warnen!

Diese manipulativen Werbeinserate sind nicht neu, sondern bereits lange ein Problem, welches auf Social Media auftaucht. Nutzerinnen und Nutzer bekommen sog. fabricated content  – Fakenews – zu Gesicht und vertrauen den dabei dargestellten prominenten Gesichtern. Ganz ohne zu wissen, dass hier eine große Lüge verbreitet wird.

Gemeinsam mit SWR Marktcheck haben wir über diese weit verbreitete Betrugsmethode aufgeklärt. Das Ergebnis:  Die Promis sind verärgert über die Werbemethode, Nutzer wurden in dubiosen Bitcoin-Systemen geprellt. Hier der Beitrag, der am 15. Oktober 2019 um 20:15 Uhr im TV lief:


Unabhängige Faktenchecks und Recherchen sind wichtig und richtig. Sie fördern Medienkompetenz und Bildung. 

Ein unabhängiges und für jeden frei zugängliches Informationsmedium ist in Zeiten von Fakenews, aber auch Message Control besonders wichtig. Wir sind seit 2011 bestrebt, allen Internetnutzern stets hochwertige Faktenchecks zu bieten.  Dies soll es auch langfristig bleiben. Dafür brauchen wir jetzt Deine Unterstützung!

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

weitere mimikama-Artikel