QAnon-Schamane zu 41 Monaten verurteilt!

Andre Wolf, 18. November 2021
QAnon-Schamane zu 41 Monaten verurteilt!
QAnon-Schamane zu 41 Monaten verurteilt!

Der sogenannte  „QAnon-Schamane“ Jacob Chansley ist eine der bekanntesten Figuren des Aufstands im Kapitol am 6. Januar 2021.

Blicken wir kurz zurück auf den Jahresanfang. Am 6. Januar 2021 wurde das Capitol in den USA gestürmt. Die beteiligten Personen waren Trump Anhänger, Rechtsextremisten oder auch QAnon jünger. Der bekannteste von ihnen dürfte jedoch der sogenannte QAnon Schamane Jacob Chansley sein. Dieser wurde auch recht zügig festgenommen (vergleiche).

Ebendieser Chansley wurde am gestrigen Mittwoch (17.11.2021) zu drei Jahren und fünf Monaten Gefängnis für seine Rolle im Zuge des Sturms auf das Capitol verurteilt. Laut Staatsanwaltschaft gehörte Chansley zu der ersten Gruppe von 30 Personen, die das Kapitolgebäude betraten. Insgesamt kam es bei den Tumulten und auch am Rande davon zu 5 Toten.

„Schamane“ bekennt sich schuldig

bereits im Juli wurde bekannt, dass dass Chansley, auch als Jacob Angeli bekannt, in Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft steht. Zuvor haben Gefängnispsychologen bei ihm psychische Erkrankungen wie vorübergehende Schizophrenie, bipolare Störung, Depression und Angstzustände diagnostiziert.

QAnon-Schamane Chansley bekannte sich nun in der Verhandlung schuldig. Er gab an, dass er es als Fehler ansieht, das Kapitol überhaupt betreten zu haben. Er bezeichnet sein eigenes Verhalten als unentschuldbar. Chansleys Strafe lag einerseits am unteren Ende der Spanne von 41 Monaten bis 51 Monaten Gefängnis, die für die Tat vorgesehen war. Dennoch fiel seine Strafe trotz Schuldbekenntnis hoch aus. CNBC schreibt davon, dass es sich hierbei um die längste Strafe handelte, die bisher für einen der Angeklagten, der sich schuldig bekannt habe, verhängt wurde.

“I am truly, truly repentant of my actions”

Doch der QAnon-Schamane Chansley dürfte nicht der Einzige sein, der mit einer Strafe zu rechnen hat. Insgesamt wurden nach Angaben des Justizministeriums mehr als 650 Menschen angeklagt.

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