Protols? Fakeshop bietet Makita-Produkte!

Andre Wolf, 5. September 2018
Fakeshop bietet Makita-Produkte!
Fakeshop bietet Makita-Produkte!

Wir warnen vor einem Fakeshop mit dem Namen Protols, der Werkzeuge zu extrem günstigen Preisen anbietet.

Fake-Shops zu allen möglichen Produkten gibt es schon seit längerem. Diese Webshops fallen dadurch auf, dass sie sehr hohe Rabatte auf hochwertige Produkte gewähren. Wer in diesen Webshops etwas bestellt, ist meist nicht nur allein das Geld los, sondern hat gleichzeitig auch die eigenen Kreditkartendaten an die Betreiber dieses Fake-Shops gegeben. Und schon wieder ist der Hersteller Makita betroffen, dessen Produkte auf einer Webseite zu finden sind, die ein Fake-Shop ist.

Ruft man die Seite auf, wird man bereits mit einem roten Banner begrüßt, das mit Rabatten bis 60% wirbt, was sogar zu niedrig angegeben ist, wenn man sich die Preisreduktionen so betrachtet. Und schaut man sich die einzelnen Artikel an, findet man auch bei diesen durchgängig Dumpingpreise vor. Hier lohnt es sich durchaus, Preisvergleiche anzustellen. Kein Händler kann es sich leisten, sein gesamtes Sortiment mit Preisreduktionen von nachgerechnet bis zu –80% zu “verscherbeln”.

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Fehlendes Impressum

Ein seriöser Händler sollte auch unbedingt ein Impressum auf der Webseite anbieten, um das Unternehmen dahinter transparent zu machen. Wenn man nicht weiß, mit wem man es zu tun hat, dann sollte man auch kein Geld überweisen. In den meisten Fällen sind dann nämlich nicht nur die Kreditkartendaten weg, sondern auch das Geld.

Anschrift, Kontaktdaten und evtl. eine gültige Umsatzsteueridentifikationsnummer bei Webshops aus der EU sollten Pflicht sein, um nachzuprüfen, ob es sich um einen echten Händler handelt. Wer jedoch nicht mehr preisgibt, als das Versprechen, ein super tolles weltberühmtes Onlineunternehmen zu sein, der hat kein Vertrauen verdient.

Kreditkarte!

Bei eingeschränkten Bezahlmöglichkeiten sollten alle Alarmglocken schrillen. Wer ausschließlich Kreditkartenzahlungen im Voraus akzeptiert, macht sich sehr verdächtig. Und auch wenn verschiedene Bezahlmöglichkeiten abgebildet sind: Kommt es bei der Bezahlung plötzlich zu technischen Schwierigkeiten und wird man zu einer Kreditkartenzahlung quasi gezwungen, sollte man den Bezahlvorgang sofort abbrechen.

Dieser Trick wird sehr gern benutzt, um an die Bankdaten zu gelangen, mit denen die Betrüger dann selbst auf Shoppingtour gehen.

Makita Deutschland warnt ebenso

Auf der Facebookseite von Makita Deutschland gibt es ebenso eine entsprechende Warnung vor

!ACHTUNG !

Liebe Makita-Fans,
in den letzten Tagen wurden wir häufig über Fake-Shops informiert, die sich als offizieller Makita Webshop bezeichnen und Makita Werkzeug zu besonders günstigen Preisen anbieten. Die Makita Werkzeug GmbH steht in KEINER Verbindung zu diesen Websites und wir raten von einem Einkauf bei solchen gefälschten Online-Shops ab. Bitte informiert euch vor dem Kauf oder fragt gerne bei uns nach.
Um einen offiziellen Makita Händler zu finden, steht ebenfalls unsere Händlersuche zur Verfügung: https://www.makita.de/service/haendlersuche/

Liebe Grüße
euer Makita Team

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Ich bin auf einen Fake-Shop hereingefallen – Was kann ich tun?

Die Verbraucherzentrale rät allen Opfern zu folgenden Maßnahmen:

  • Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies meist noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten wie dem Lastschriftverfahren kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Auch hierzu muss man sich an seine Bank wenden.
  • Alle Belege für die Online-Bestellung sollten gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots.
  • Rechtlich handelt es sich bei einer solchen Vorgehensweise um Betrug. Betroffene können die ausgedruckten Unterlagen von der nächstgelegenen Beratungsstelle ihrer Verbraucherzentrale prüfen lassen und Strafanzeige bei der Polizei stellen. Dies ist auch online möglich.

Hinweis: Cyberkriminelle sind leider oft schwer strafrechtlich zu verfolgen, vor allem wenn sich diese im Ausland befinden. Stellen Sie trotzdem eine Strafanzeige! So kann zumindest eine Löschung der Fake-Seite vorangetrieben werden!


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

weitere mimikama-Artikel