Promi-Trick: So werden Menschen auf Instagram abgezockt!

Andre Wolf, 15. Oktober 2021
Warnung
Warnung

Du glaubst, Instagram ist eine harmlose Bildchen – Plattform? Dann kennst du den Promi-Trick noch nicht.

Im September kontaktierte ein bislang unbekannter Betrüger unter dem Namen eines TV-Stars eine 69-jährige Frau über ihren Instagram-Account und sprach sie als Fan an. Der vermeintliche Promi gaukelte ihr perfekt vor, dass er tatsächlich ihr Idol sei.

Schließlich brachte er die Dame dazu, ein Paket für ihn anzunehmen, da er sich angeblich im Ausland aufhalten würde. Die 69-Jährige bezahlte die Paketgebühr von 1700 Euro, indem sie bei verschiedenen Discountern Kreditkarten kaufte und die Codes an eine ihr mitgeteilte Whatsapp-Nummer schickte. Nachdem sie am gestrigen Mittwoch erneut aufgefordert wurde, Gebühren in Höhe von 2000 Euro für ein Paket zu bezahlen, wurde sie misstrauisch und informierte ihre Schwester, die daraufhin sofort die Polizei alarmierte.

Promi-Trick: Eine Social Engineering Variante!

Das Verbrechen zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, die verschiedenen Maschen von Betrügern zu kennen. Vor allem das Social Engineering wird häufig unterschätzt (HIER näher erklärt).

Seien Sie zum Beispiel misstrauisch, wenn Sie aufgefordert werden, die Codes von Kreditkarten zu übermitteln. Kreditkarten sind in der Regel nicht zum Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen geeignet. Sie werden meist für Verkaufsplattformen für Spiele, Computer, Filme, Serien im Internet und Apps verwendet. Seien Sie deshalb misstrauisch, wenn vermeintlich seriöse Unternehmen oder Bekannte oder gar Promis in anderen Zusammenhängen die Bezahlung mit Kreditkarten verlangen.

Ein weiterer Appell geht an die Verkaufsstellen von Kreditkarten. Natürlich können auch ältere Menschen solche Karten kaufen, um sie selbst zu nutzen oder zu verschenken. Allerdings sollte man wachsam sein, wenn eine große Anzahl von Karten für viel Geld gekauft wird – das KÖNNTE ein Betrug sein! Wenn sie also Inhaber oder Mitarbeiter solcher Verkaufsstellen sind, halten sie bei unüblichem Verhalten bitte freundlich Rücksprache mit den Kundinnen und Kunden.

Wenn Sie die Käufer befragen und die Polizei einschalten, können Sie möglicherweise eine Straftat und einen finanziellen Schaden für die Betroffenen verhindern!

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