Private Nachrichten: Vorsicht vor dem Spam!

Andre Wolf, 11. Oktober 2019
Artikelbild von Alta Oosthuizen / Shutterstock.com
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Seit wenigen Tagen empfangen Facebooknutzer ungewöhnliche private Nachrichten in ihrem Account. Wir erklären, was es damit auf sich hat!

Vorsicht vor privaten Nachrichten, deren Absender man nicht kennt! Speziell vor denen, die von vermeintlich jungen Attraktiven Damen oder Herren stammen, denn diese Nachrichten sind ein Köder.

Bei dem Versand dieser ungewollt empfangenen Nachrichten handelt es sich um eine Mutation der „sexy Freundschaftsanfragen“ Methode. Hinter der „sexy Freundschaftsanfragen“ Methode verbirgt sich ein knallhartes Geschäftsmodell, um Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

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So auch hier der Fall: Diese zunächst harmlos aussehenden privaten Nachrichten landen in der Nachrichtenanfrage. Das ist durchaus normal, da man ja nicht mit den entsprechenden Accounts verbunden ist.


Was Nachrichtenanfragen sind, erklären wir in unserem Artikel
Facebook Messenger: Versteckte Nachrichten lesen – So geht’s 

Der Ablauf

Diese privaten Nachrichten bestehen zunächst einfach aus einem Link, der zumeist unkommentiert und unvermittelt ankommt. Wer aus Neugier diesen Link anklickt, bekommt im nächsten Schritt eine kleine Information von Facebook angezeigt, dass man Facebook gerade über den Link verlässt.

Daraufhin erscheint dann direkt eine Eingangsseite für ein Datingportal. Hier ist nun Vorsicht angebracht, denn dubiose Datingportale können am Ende teuer werden!

Abofallen und unlautere Praktiken

Wer glaubt, hier ein paar private Nacktbilder von Personen aus der Nähe zu sehen, wird schnell enttäuscht. Ebenso die Angabe, dass etwas kostenlos ist, bezieht sich lediglich auf die Anmeldung. Diese ist zwar kostenlos, alles andere nicht!

Es finden sich eine Menge Fake-Profile dort (oftmals von Mitarbeitern angelegt, was auch oft versteckt in den AGB steht), die einen animieren, sich schnell einen kostenpflichtigen Account zuzulegen, damit man sehen könne, wer da einem gerade geschrieben hat.

Selbst wenn man beschlossen hat, das Portal nicht weiter zu nutzen, ist nun die Email-Adresse aus der Registrierung dort bekannt, und das wird auch genutzt:

Die Daten werden also gerne fröhlich herumgereicht. Nutzer, die sich dort anmelden, bekommen erst einmal einen riesigen Fragekatalog über die sexuellen Präferenzen und andere Daten vorgelegt, und Nutzer, die diese Fragen-Odyssee hinter sich gebracht haben und freiwillig Geld zahlen, kann man noch viel mehr schröpfen!

Deswegen darf man sich zumindest über sehr viel Spam-Mail freuen! Diese kannst man zwar nach und nach blocken, jedoch lauert noch eine andere Falle: Das „Probeabo„.

Unbekannte private Nachrichten können teuer werden!

Viele dieser Seiten bieten „Probeabos“ an, die nur 1 Euro kosten. Dies kann aber ganz schnell sehr teuer werden!

Beispielsweise berichtet die Seite der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hoffmann, dass auch Nutzer der Seiten, die niemals ein Premium Abo abgeschlossen haben oder den Abo-Vorgang vorher abbrachen, Mahnschreiben der Inkasso-Firma Fairmount GmbH bekamen. Solche Schreiben sind unbedingt ernstzunehmen und sollten nicht ignoriert werden, weswegen dann oftmals ein Gang zum Anwalt nötig ist. Auch die Anwaltskanzei Schuster hat sich auf Anschreiben mit solcherlei Zahlungsaufforderungen spezialisiert.

Also daher unser Tipp: Finger weg von privaten Nachrichten unbekannter Absender!

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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