Pressefreiheit: Verschlechterung der Lage

Andre Wolf, 25. April 2018

„Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa”

Europa hat im letzten Jahr eine starke Verschlechterung der Pressefreiheit erlebt. In der aktuellen Rangliste für 2018 von Reporter ohne Grenzen zeigt sich deutlich, dass auch in europäischen Staaten Journalisten zunehmend unter Druck geraten oder gefährdet sind. So hat beispielsweise der Mord an der Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia im letzten Oktober auf Malta dazu geführt, dass der Staat in der Rangliste ganze 47 Plätze gefallen ist.

Ebenso zeigt sich innerhalb Europas ein Ost-West Gefälle, speziell Statten, deren Demokratie weniger gefestigt ist, tendieren eher dazu, Journalisten zu diffamieren. Speziell populistische Kräfte spielten hier mit dem Feuer.

Deutschland auf Platz 15

Deutschland ist zwar einen Platz nach vorn gerückt und innerhalb seiner Kategorie stabil, doch gab es im letzten Jahr nach Angaben von Reporter ohne Grenzen erneut eine hohe Zahl an tätlichen Übergriffen, Drohungen und Einschüchterungsversuchen gegen Journalisten. Auch wir haben vor kurzem erst über die Causa Gensing berichtet, in der Politiker den Journalisten Patrick Gensing als Terroristen bezeichneten und eine Verleumdungskampagne gegen ihn geführt wurde.

ROG-Geschäftsführer Christian Mihr erläutert die Ergebnisse der Rangliste, erzählt in einem kurzen Video, wie die Liste entsteht und erklärt, warum Deutschland auf Platz 15 liegt – trotz G20, NetzDG und BND-Gesetz.


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