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Fake Nachrichten im Namen der Post im Umlauf!

Sie warten auf ein Paket. Plötzlich werden Sie per SMS oder E-Mail benachrichtigt, dass es ein Problem mit Ihrer Lieferung gäbe.

Tom Wannenmacher, 20. Juni 2022

Immer wieder berichten wir und unser Kooperationspartner, die Watchlist-Internet, von dieser Betrugsmasche, bei der Kriminelle willkürlich Nachrichten versenden und behaupten, dass ein Paket der POST nicht geliefert werden könnte. Wer tatsächlich gerade auf ein Paket wartet, kann leicht in diese Falle tappen. Meist wollen die Kriminellen an Ihre Kreditkartendaten oder an Ihr Geld. Dieses Mal wird aber auch versucht, Ihr Post-Konto zu kapern.

Was behaupten die Kriminellen?

Gleich zwei E-Mails im Namen der Post sind derzeit im Umlauf. In beiden Varianten wird behauptet, dass ein Paket nicht geliefert werden kann:

Vorsicht vor diesen gefährlichen Nachrichten im Namen der Post! Screenshot: Watchlist-Internet
Vorsicht vor diesen gefährlichen Nachrichten im Namen der Post! Screenshot: Watchlist-Internet

Mail 1

Betreff: Bezahlen Sie Ihre Paketnummer AT58234682 – Wichtig!
Von: Österreichischen Post AG < hinzufügen1@info.es >
Lieber Kunde, Paketverfolgungsnummer : AT58234682 Wir haben Ihr Paket erhalten, Sie müssen 1,34 € bezahlen, um Ihre Lieferung zu bearbeiten.
Zahlen Sie jetzt Notiz: Sie erhalten Ihr Paket innerhalb von 24 Stunden nach Zahlungseingang.

Mail 2

Betreff: Wichtig !
Von: Post.at <info@stlb.at>
Hallo Kunde, Wir können Ihr Paket aufgrund fehlender Versandkosten nicht liefern
Versender: Amazon
Ihr Paket ist da! (224023977310125007)
Betrag 2,00
Datum 15/6/2022
Ihr Paket wird versendet, wenn die Zahlung abgeschlossen ist
services.post.at/store/payment.php
Freundliche
Ihr Post-Team

Das passiert, wenn man klickt!

Das erste Mail funktioniert wie gewohnt: Wenn Sie auf den Link in der E-Mail klicken, werden Sie auf eine nachgeahmte Post-Seite weitergeleitet. Dort werden Sie gebeten 1,34 Euro zu bezahlen, damit das Paket zugestellt werden kann. Dafür müssen Sie Ihre Kreditkartendaten eingeben. Doch Vorsicht! Am Ende zahlen Sie nicht nur 1,34 Euro, sondern eine deutlich höhere Summe an Kriminelle!

Wir gehen davon aus, dass Sie auch beim zweiten Mail gebeten werden, einen kleinen Betrag zu bezahlen. Doch wer dem Link in der E-Mail folgt, wird zuerst auf eine nachgeahmte Login-Webseite der Post weitergeleitet. Die Kriminellen versuchen also Ihre Zugangsdaten zu klauen, um so an Ihr Post-Konto zu kommen.

Haben Kriminelle Zugang auf Ihr Konto der Post, können Sie dort alle Dienstleistungen der Post nutzen und in Ihrem Namen weitere Verbrechen ausüben. Dazu zählt die Weiterleitung von Briefen oder Paketen oder auch die Aktivierung der Handy-Signatur, der als Ihr digitaler Ausweis gilt!

Sie haben Ihre Kreditkartendaten eingegeben und bezahlt?

Wenn Sie bereits bezahlt haben, sollten Sie Ihr Kreditkarteninstitut kontaktieren und dort Ihre Situation schildern. Lassen Sie Ihre Kreditkarte sperren. Es kann auch sein, dass Sie unbeabsichtigt in eine Abo-Falle getappt sind. In diesem Fall können Sie bereits abgebuchtes Geld von Ihrem Kreditkarteninstitut zurückverlangen!

Sie haben Ihr Passwort eingegeben?

Wenn die Kriminellen Ihr Passwort geklaut haben, sollten Sie sich auf der gewohnten Postseite (post.at) anmelden und Ihr Passwort ändern. Können Sie sich nicht mehr einloggen, kontaktieren Sie die Post und erklären Sie Ihre Situation. Fordern Sie eine umgehende Deaktivierung Ihres Kontos!

So erkennen Sie betrügerische Nachrichten!

  • Achten Sie auf Grammatik und Rechtschreibung. Nachrichten von Kriminellen sind oftmals voller Fehler.
  • Überprüfen Sie die Absender-Adresse. Auf den ersten Blick wirkt es bei beiden E-Mails, so als würden diese von der Post stammen. Ein genauer Blick zeigt, dass die Mail-Adresse info@stlb.at und hinzufügen1@info.es nichts mit der Post zu tun haben!
  • Achten Sie auf die Anrede. „Hallo Kunde“ oder „Lieber Kunde“ sind unpersönliche Anreden und deuten darauf hin, dass die Nachricht willkürlich an zahlreiche Menschen versendet wird und Kriminelle dahinterstecken.

Quelle: Watchlist-Internet

Lesen Sie auch: Achtung vor der Mail mit „Generaldirektion Zoll und indirekte Steuern“


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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