Polizist wegen rechtsextremer Chats suspendiert!

Andre Wolf, 20. Februar 2020
Artikelbild Polizist: Shutterstock / Von Sergiy Palamarchuk
Artikelbild Polizist: Shutterstock / Von Sergiy Palamarchuk

Ein Gruppenchat mit rechtsextremen Inhalten soll ihm zum Verhängnis geworden sein: Gegen einen Berliner Polizisten wird derzeit ermittelt.

Polizist in Berlin suspendiert: Um das geht es!

Polizist aus Berlin war in einem Gruppenchat auf WhatsApp, in dem rechtsextreme Inhalte versendet wurden. Nun ist er suspendiert und es wird ermittelt. Ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet.

Der Polizist stammt eigentlich aus Hessen und ist erst vor kurzem nach Berlin gewechselt. Aus dieser früheren Zeit soll auch der Gruppenchat auf WhatsApp stammen, aufgrund dessen nun gegen ihn ermittelt wird.

Das LKA Hessen ermittelt nun wegen Gewaltdarstellungen und rechtsextremistischer Inhalte in einer WhatsApp-Gruppe. Der Polizist in Berlin wurde entsprechend suspendiert.

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In diesem Gruppenchat sollen nach Medienangaben auch weitere hessische Polizisten rechtsextreme Inhalte versendet haben (vergleiche), die jedoch nicht näher genannt werden.

Polizist suspendiert: Durchsuchungsmaßnahmen!

In einer Pressemitteilung schreibt die Polizei Berlin: Bei einem Polizeibeamten, der zur Polizei Berlin gewechselt hat, wurde am 7. Februar 2020 wegen des Verdachtes der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, sowohl an seinem Arbeitsplatz als auch an seiner Wohnanschrift, vollstreckt.

Hierbei konnten mögliche Beweismittel beschlagnahmt werden, deren Auswertungen aktuell noch andauern. Bestandteil der noch laufenden und durch das LKA Hessen geführten Ermittlungen ist die Mitgliedschaft des nun Berliner Polizeimitarbeiters in einem WhatsApp-Gruppenchat, in welchem unter anderem auch Gewaltdarstellungen und rechtsextreme Inhalte ausgetauscht worden sein sollen.

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Der Polizist wechselte zur Polizei Berlin, bevor durch Ermittlungen des LKA Hessen der WhatsApp-Gruppenchat bekannt wurde und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main das benannte Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Nach bisherigen Erkenntnissen ist keine weitere Mitarbeiterin bzw. kein weiterer Mitarbeiter der Polizei Berlin Mitglied in dieser WhatsApp-Gruppe.

Dem Tatverdächtigen wurde unverzüglich ein Verbot der Führung der Dienstgeschäfte ausgesprochen. Ein Disziplinarverfahren wurde entsprechend eingeleitet.

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