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„Pokémon Unite“: Pay-to-win kommt nicht unbedingt gut an

Claudia Spiess, 3. August 2021
"Pokémon Unite": Pay-to-win kommt nicht unbedingt gut an
Artikelbild: YouTube Screenshot ©BeatEmUps

„Pokémon Unite“ ist seit 21. Juli für die Nintendo Switch erhältlich und schafft es bereits in dieser kurzen Zeit, die Community zu spalten.

Grund dafür ist, dass man sich mit der richtigen Menge an Geld innerhalb kürzester Zeit die perfekte Kampfausrüstung zulegen kann. Man muss sie also nicht hart nach und nach durch Spielerfolge verdienen, sondern eben einfach in die Geldbörse greifen und sich so seine Siege quasi „erkaufen“.

Pokémon Unite

In diesem MOBA (Multiplayer Online Battle Arena) tritt man in Fünferteams gegeneinander an. Eine Spielrunde läuft zehn Minuten. Gewinner ist das Team, das die meisten Punkte sammelt.

Vor der Spielrunde kann man sein Pokémon ausrüsten. Diese Ausrüstung kann man natürlich auch optimieren. Dazu verwendet man „Item Enhancers“. Und um diese zu kaufen, sind Aeos Tickets (In-Game-Währung) nötig.

Natürlich erhält man Aeos Tickets beziehungsweise auch Aeos Coins  im Spiel. Doch um wirklich Verbesserungen zu erhalten, muss man jeden Tag aktiv sein und hier auch mehrere Stunden spielen. Hart verdienter Erfolg also.

Upgrades kaufen

Dem gegenüber stehen In-Game-Transaktionen. Man kann sich nämlich auch Aeos Gems zulegen, sprich: käuflich erwerben. Mit echtem Geld.

Die ersten Level eines gewissen Items bekommt man bereits um rund einen Euro. Doch je besser die Ausstattung sein soll, umso teurer wird es. Insgesamt kann man seine Ausrüstung bis zur Stufe 30 aufleveln. Um das zu erreichen, zahlt man bereits rund 40 Euro.
Um seine drei verfügbaren Slots also vollständig „aufzuladen“, kam YouTuber Wood Hawker „Beat-Em-Ups“ auf rund 135 US-Dollar.

Pay-to-win

Durch Einsatz von Geld wertet man also seine Ausrüstung auf, steigert Angriffswerte und wird somit unschlagbar. Zumindest schwerer zu schlagen.

Die Community scheint gespalten. Denn einige Spieler sind auch der Meinung, dass man seine Items aufleveln kann, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. Doch dafür müsste man eben, wie Wood Hawker auch erklärt, täglich mehrere Stunden spielen, und das für eine Zeit von rund eineinhalb Jahren. Erst dann wäre man soweit, gegen andere vollständig aufgelevelte Gegner anzutreten.

Was noch dazu kommt, ist, dass man nicht sehen kann, welche Items die Gegner nutzen oder wie sehr diese bereits verbessert wurden.

Nintendo oder Timi Studio Group (Tencent Entwickler) haben sich noch nicht zur Kritik an Pokémon Unite geäußert.

Ob es wirklich Spaß macht, sein Pokémon unschlagbar zu kaufen? Zählen die diversen Siege dann überhaupt noch was?

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Quelle: Standard

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