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Dienstag, 21 September 2021

600 Kinderleichen? Behauptung liefert keine Beweise!

Andre Wolf
MIMIKAMA Factchecker | Autor „Angriff auf die Demokratie" | Blogger des Jahres (mit Mimikama) | Pressesprecher bei Mimikama

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Über das Problem der Beweislast, der nicht-Existenz und dem Erzähluniversum: 600 Kinderleichen sollen in Bad Neuenahr-Ahrweiler angespült worden sein. Stimmt das? Nein. Bringt hier ein Faktencheck etwas? Nein. Wir erklären, warum das so ist.

Die Aufräumarbeiten zu der Hochwasserkatastrophe sind weiterhin in vollem Gange. Aber gleichzeitig ist auch die Desinformationen zur Hochwasserkatastrophe auf Social Media in vollen Gange. Einer der jüngsten und international verbreiteten Meldungen lautet, dass etwa 600 Kinderleichen in den Fluten angespült wurden.

Angeblich würde niemand wissen, woher sie stammen. Gleichzeitig wird behauptet, dass dieser gruselige Fund vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden soll. Einzig n-tv hätte darüber berichtet. Hier beispielsweise ein Screenshot der Behauptung, wie sie auf Messengern kursiert:

600 Kinderleichen? Behauptung liefert keine Beweise!
600 Kinderleichen? Behauptung liefert keine Beweise!

Der „naive“ Faktencheck

Natürlich machen wir in erster Instanz einen Faktencheck. Das bedeutet, wir haben die Polizei Rheinland-Pfalz befragt, ob sie etwas über 600 Kinderleichen weiß. Wir haben hierzu eine Antwort der Polizei erhalten:

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Wir können die Behauptungen über 600 Kinderleichen glücklicherweise nicht bestätigen.  Auch wir rufen konsequent dazu auf, sich kritisch mit den Quellen solcher Informationen auseinanderzusetzten.
Aktuell haben wir im Rahmen der Flutkatastrophe Kenntnis von 134 verstorbenen Menschen. 73 Menschen gelten derzeit noch als vermisst.

Wir dürfen durchaus davon ausgehen, dass wir nicht die einzigen sind, die die Polizei zu diesem Thema befragt haben. Denn diese Behauptung von den 600 Kinderleichen findet sich nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch. Diese englischsprachigen Aussagen sprechen ebenfalls davon, dass n-tv über den Leichenfund berichtet hätte.

600 Kinderleichen? Behauptung liefert keine Beweise!
600 Kinderleichen? Behauptung liefert keine Beweise!

Wir haben überdies auch nach der Meldung gesucht, den angeblich n-tv veröffentlicht haben soll. Den zitierten Bereich aus der Behauptung „haben Kinderleichen in ihren Häusern gefunden, angeschwemmt von irgendwo weiter weg, und auf der anderen Seite ist die Frage: wird es wieder Überschwemmungen geben?“) finden wir jedoch nicht (vergleiche). Wir finden grundsätzlich keinen Inhalt auf n-tv, der in irgendeiner Form auf 600 Kinderleichen im Hochwasser Katastrophengebiet hinweist.

Wir finden lediglich einen einzigen Artikel auf n-tv, der sich mit mehreren hunderten Kinderleichen befasst. Dort geht es jedoch nicht um eine Flutwasserkatastrophe in Deutschland, sondern um Kinder, die in Irland begraben wurden. Der genaue Grund dieser Massenbegräbnisse wurde noch nicht festgestellt, sondern es gibt Untersuchungen und Ausgrabungen dazu. Das ist der einzige Text über mehrere hundert Kinderleichen, über den n-tv berichtet.(siehe hier).

Ergo: der naive Faktencheck endet hier und sagt, die gesamte Geschichte ist ein Fake. Sie ist nichts weiter als ein Hirngespinst. Doch nun beginnen erst die richtigen Probleme!

Beweislast, Beweisbarkeit und nicht-Existenz

Der Mythos an sich liefert hier keine Beweise für 600 Kinderleichen. Es gibt lediglich die Erzählung von 600 Kinderleichen. Wir finden weder Medienberichte, noch Augenzeugen, noch irgend einen weiteren Hinweis. Rein gar nichts. Wir haben sogar ein offizielles Dementi der polizei vorliegen.

Es ist jedoch so gewollt, dass der Mythos keine Beweise liefert und gehört zu der Geschichte selbst. Die Geschichte selbst will sich gar nicht beweisen, denn darum geht es nicht. Sie stellt lediglich eine sinnstiftende Erzählung innerhalb eines Erzähluniversums dar.

600 Kinderleichen? Behauptung liefert keine Beweise!
600 Kinderleichen? Behauptung liefert keine Beweise!

Das Problem bei der Aufklärung liegt jedoch darin, dass mit einer Prüfung auf Fakten die nicht-Existenz dieses Mythos bewiesen werden soll. Das ist dummerweise jedoch der falsche Weg. Der klassische und auch wissenschaftliche Weg lautet, wer behauptet, muss auch liefern. Der Mythos macht sich also das sogenannte Ignoranzargument zunutze.

Dieses Ignoranzargument ist ein logischer Fehlschluss, der mit einer Beweislastumkehr arbeitet. Der Mythos behauptet für sich also, dass er stimmen muss, solange nicht sein Gegenteil bewiesen worden ist. Und das Gegenteil lässt sich schlichtweg innerhalb der Spielregeln des Mythos nicht beweisen. Denn die Spielregeln des Mythos beinhalten ein sogenanntes Schutz Argument.

Das Schutzargument

Wie so häufig bei Verschwörungsmythen bieten diese natürlich auch ein Schutzargument. Das heißt, für die Defensive ist bereits gesorgt. Das Schutzargument in diesem Mythos lautet, dass dieser Vorfall von der Öffentlichkeit geheim gehalten werden soll. Daraus resultiert, dass nun die Antwort der Polizei natürlich ins Gegenteil gedreht werden kann. Sprich, dass bewusst durch die Polizei desinformiert werden soll.

Diese Schutzargumente sind typisch für Verschwörungsmythen und kennzeichnen sie in gewisser Weise auch. Hierbei hilft ein Blick auf die plakativ gestaltete Bielefeld-Verschwörung. Die Bielefeld-Verschwörung wurde geschaffen, um die Wirkungsweisen von Verschwörungsmythen anschaulich und humorvoll darzustellen. Innerhalb dieser Bielefeld-Verschwörung gibt es natürlich auch ein Schutzargument. Das Schutzargument lautet: All jene, die behaupten, jemals in Bielefeld gewesen zu sein, wurden gehirngewaschen und sind nun Teil der Verschwörung.

Wer also dem Verschwörungsmythos Glauben schenkt, klammert sich an dieser Stelle natürlich auch an das Schutzargument. Mit Fakten können wir an dieser Stelle wenig ausrichten. Es geht hier auch gar nicht um Fakten, sondern es geht um Gefühlslagen und einer allgemeinen Überzeugung. Hier kommt die sogenannte confirmation bias ins Spiel. Bei der confirmation bias handelt es sich um einen Begriff aus der Psychologie. Dieser Begriff beschreibt den Vorgang, dass Menschen sich selektiv genau jene Informationen suchen oder Interpretationen zulassen, die ihren eigenen Standpunkt bestätigen und die eigenen Erwartungen erfüllen. Zu Deutsch sprechen wir hier auch von einem Bestätigungsfehler. Das bedeutet, wenn ich sowieso davon überzeugt bin, dass Kinderleichen angeschwemmt wurden und der Staat und die Polizei die Öffentlichkeit täuschen wollen, dann nutzen auch Fakten nichts. Gegenteilige Aussagen oder gar Beweise werden schlichtweg nicht anerkannt oder verleugnet. Und das Schutzargument liefert die Legitimation dieser nicht-Anerkennung.

Kinderleichen: Woher stammt die Erzählung?

In den letzten 12 Monaten haben wir innerhalb von Verschwörungsmythen immer wieder das Motiv der Kinder finden können. Dieses Motiv wird vor allem in den typischen QAnon-Erzählungen genutzt. Eine der bekanntesten Geschichten ist die sogenannte Adrenochrom-Legende. In dieser Geschichte wird behauptet, dass Kinder in unterirdischen Tunneln von „Eliten“ gefangen gehalten werden.

Dieser verklausulierte Begriff der Eliten wird darin nicht weiter erklärt, jedoch in der QAnon-Mythologie steht „Eliten“ häufig für linksliberale Politiker, Demokraten oder gar für Juden bzw. das sogenannte „Weltjudentum“. Eine der vor Jahren auch in Europa bekannt gewordenen QAnon-Legenden ist die Pizzagate Geschichte. Hier finden wir ebenfalls die typischen Muster der QAnon-Legenden. Wir erkennen linksliberale bzw. demokratische Politiker (Hillary Clinton), die gemäß der Erzählung im Keller einer Pizzeria einen Pädophilenring betrieben haben sollen. Also auch wieder Kinder, die gequält wurden. Sehr ähnlich funktioniert auch die Adrenochrom-Legende.

Diese gefangen gehaltenen Kinder werden angeblich in den Höhlen gequält. Ihnen wird in einem ritualisierten Verfahren laut der Erzählung ein Hormon abgenommen, das die Eliten benötigen, um für immer jung zu bleiben. Dieses Hormon nennt sich Adrenochrom. Wir haben bereits mehrere Faktenchecks zu diesem Thema veröffentlicht. Wir haben auch ziemlich deutlich gemacht, dass diese Adrenochrom-Legende nichts anderes als eine uralte Ritualmordlegende ist. Es handelt sich um eine Erzählung, die eins zu eins übernommen wurde, jedoch in ein modernes Gewand gesteckt wurde (hier unser Artikel dazu).

Das Motiv der gefangen gehaltenen Kinder wird in den QAnon Erzählungen jedoch immer weiter ausgearbeitet und immer weiter vorangetrieben. So waren es angeblich Kinder, die unter dem Central Park in Tunneln gefangen gehalten und von Donald Trump gerettet wurden (vergleiche). Oder es sollen angeblich die Kinder auf dem Schiff Evergreen befunden haben, das im Suezkanal quer gelaufen ist. Angeblich war das Ganze lediglich eine Rettungsaktion (unser Artikel dazu). Eine wichtige Anmerkung: Es sind auch immer wieder Tunnel in den QAnon-Erzählungen, die eine Symbolwirkung innehaben. Diese Symbolwirkung haben wir in unserem Artikel „Der Tunnel der Angst!“ genauer analysiert.

Wir bemerken an dieser Stelle deutlich, das zu bestimmten Situationen anlassbezogen immer wieder dieser Mythos geweckt wird. Und immer wieder kommen die Kinder ins Spiel. Hierzu auch ein spannendes Propagandabild zu dem Thema, das wir kurz analysieren wollen.

Dieses Bild enthält eine Menge der typischen Elemente der QAnon-Erzählungen. Wir sehen Donald Trump, der zwei Kinder rettet. Trump galt und gilt in weiten Teilen der QAnon-Szene als der Heilsbringer. Im Hintergrund sehen wir eine stilisierte Hillary Clinton, die mit ihren Krallen Richtung Trump und den Kindern greift. Clinton ist dämonisiert dargestellt, ihre Augen haben reptilienartige Züge. Daneben finden sich Elemente wie der Tod in Form von Sensenmännern oder Skelette. Interessant ist auch, dass Donald Trump die Kinder durch das Wasser rettet. Ebenso  interessant ist die aufgeplatzte Stirn der stilisierten Hillary Clinton. Man erkennt, dass dort Wesen wohnen. Sprich, die Person wird als besessen charakterisiert.

Um diesen Bereich abzuschließen: Das Motiv der gequälten und in Massen gefangen gehaltenen Kinder stammt also aus dem Universum der QAnon-Erzählungen. Die Frage ist jedoch, warum ausgerechnet Kinder?

Das entmenschlichende Element!

Tote oder gequälte Kinder werden als narratives Element immer dann genutzt, wenn ein Gegner entmenschlicht oder dämonisiert werden soll. Diese Entmenschlichung wird dadurch erreicht, dass dem Feindbild etwas ganz Schlimmes unterstellt wird. Dieses „Schlimmste“ wird damit symbolisiert, dass Kinder gequält oder gar ermordet wurden. Die Steigerung sind hier neben Kinderleichen sogar noch Babyleichen. Eine kleine Anmerkung: gequälte Hunde oder Katzen bzw. ermordete Haustiere haben einen sehr ähnlichen narrativen Effekt.

Wer also einem Gegner direkt oder indirekt vorwirft, er würde Kinder ermorden, nimmt dem Gegner das Lebensrecht. Oder es wird zumindest eine Hürde zur Angreifbarkeit gesenkt. Hier können wir als Beispiel noch mal die Pizzagate-Affäre aufgreifen, denn genau dieser Vorgang ist dort geschehen.

Aufgrund der Geschichte, dass in einer Pizzeria durch einen Pädophilenring Kinder gefangen gehalten werden, ist ein Mann bewaffnet in die Pizzeria gestürmt, um die Kinder zu befreien. Die Gegner wurden also entmenschlicht und der Attackierende sah sich absolut legitimiert, Gewalt anzuwenden (hier nochmals ein Inhalt zu Pizzagate). Und jetzt kommt natürlich der große Sprung zur aktuellen Hochwasserkatastrophe. Was hat die Hochwasserkatastrophe mit Kinderleichen zu tun? Hier müssen wir auf die üblichen Muster schauen, wie sie in QAnon-Erzählungen immer wieder genutzt werden und wer im einzelnen nun die Figuren während der Hochwasserkatastrophe darstellen.

600 Kinderleichen: Die Metaebene zur Hochwasserkatastrophe

Die erste Frage lautet, warum ausgerechnet während der Hochwasserkatastrophe die Kinderleichen ans Tageslicht gekommen sein sollen. Die Erklärung ist hier ganz einfach, denn es geht um diese unterirdischen Tunnel (siehe Adrenochrom-Legende), in denen die Kinder angeblich gefangen gehalten worden sind. Durch den Starkregen sind diese Tunnel angeblich überflutet worden, wodurch nun die Kinder angeblich angespült wurden. Gleichzeitig würde auch angeblich eine Aufräumaktion weltweit im Gange sein, bei der die Kinder aus den unterirdischen Tunneln (wenn auch mit dem Tode) befreit werden. Soweit der Mythos.

Wir erkennen hier die typischen QAnon-Erzählmuster, vor allem erneut das Tunnelsymbol. Dementsprechend gilt es auch hier, die Symbole zu deuten. Der Mythos um die 600 Kinderleichen in der Hochwasserkatastrophe zeigt sich an dieser Stelle gefährlicher, als zunächst anzunehmen wäre. Denn wir haben hier auf der Metaebene einen Mythos vorlegen, der gesellschaftlich gefährlich ist. Zunächst müssen wir aus dem Mythos heraus Gut und Böse erkennen.

Das Gute ist an dieser Stelle nicht direkt zu erkennen. Dieses geht erst über Sekundärgeschichten zu dem Mythos, die von sogenannten White Hats berichten. Diese Personen sollen angeblich derzeit in den weltweiten Tunneln Säuberungsaktionen betreiben. Eine Webseite, die den Mythos der 600 Kinderleichen im Hochwassergebiet erzählz, schreibt Folgendes:

Das ganze wird nicht nur noch von den bösen gelenkt, sondern dort sind auch gute Lichtkräfte am Werke um die ganzen DUMBS wie oben schon erwähnt zu Fluten. Die White Hat’s sind hier überall auf der Welt unterirdisch am aufräumen, grad aber auch Deutschland. Die Aktivitäten sind zumeist Abends und Nachts wenn es Dunkel ist. Das ist kein Witz.

Die White Hats sind laut Erzählung also die Soldaten des Guten im Sinne von QAnon, die wiederum an dieser Stelle drastische Mittel einsetzen müssen, um die Bevölkerung zu wecken. Gleichzeitig wird die Bevölkerung als das „schlafende Gute“ dargestellt, das noch nicht wirklich weiß, was passiert. Hierbei wird auch das typische „follow the white rabbit“ Prinzip aufgegriffen. „Follow the white rabbit“ Ist ein Symbol aus Alice im Wunderland und bedeutet in diesem Fall, dass die Menschen, die bisher schlafenden Menschen, dem weißen Hasen folgen sollen, um endlich die Wahrheit zu erkennen.

Demgegenüber liegt das Böse, das unsagbar böse, das Kinder in den Tunneln gefangen hält und den Dunkelkräften innerhalb der QAnon-Erzählungen entspricht. Diese Bösen können hier als Regierung oder als hohe Institution interpretiert werden. Auch die Behörden unterliegen hier den Bösen, da der Mythos aussagt, dass die Kinderleichen vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden sollen.

Wir sehen also an dieser Stelle das gefährliche Bild, welches durch den Mythos gezeichnet wird. Eine „Elite“, die wie auch immer in Form von Regierungen oder Behörden gezeichnet wird, die die Bevölkerung täuschen will. Die Feindbilder tauchen entsprechend im typischen Muster der QAnon-Erzählungen im Punkte der Entmenschlichung auf und werden durch so eine Erzählung entmenschlicht. Es wird soweit entmenschlicht, dass Angriffe oder Übergriffe auf das Feindbild stattfinden können. Und das ist ja der wirklich gesellschaftlich destruktive Teil dieses Mythos.

Erzähluniversum

Das Problem liegt also gar nicht darin, dass der Mythos ohne Probleme widerlegt werden kann. Das Problem liegt in vielmehr darin, dass er innerhalb seines Erzähluniversums plausibel wirkt. Er greift besetehende Muster auf und verarbeitet sieinnerhalb der gewohnten Erzählsymbolik neu. Dadurch legitimiert sich dieser neue Mythos, da er sich auf andere Mythen bezieht und sich inhaltlich in sie einfügt.

Wir reden daher an dieser Stelle gar nicht mehr von einfachen Falschmeldungen oder nur von einem einzelnen Verschwörungsmythos, sondern von einem ganzen Erzähluniversum. In diesem Universum, das man sich metaphorisch wie ein reales Universum vorstellen darf, sind einzelne Mythen miteinander verbunden.

Kurz zu der Erklärung, warum Erzähluniversum als Metapher: Die Falschmeldungen an sich stellen in dieser Metapher die Planeten dar. Diese Falschmeldungen (Planeten) betten sich in einen Verschwörungsmythos ein, für den ein Sonnensystem steht. Die vielen Sonnensysteme bilden wiederum ein Universum. Und das haben wir innerhalb des QAnon Erzähluniversums auch. Wir haben eine Menge von vielen kleinen Verschwörungsmythen, in denen sich wiederum immer wieder Falschmeldungen befinden.

Der einzelne Faktencheck bringt also nicht wirklich viel, da er sich nur auf die einzelnen Planeten, also nur auf die einzelnen Falschmeldungen bezieht. Wir müssen hierbei auch schauen, wie das Erzähluniversum funktioniert. Das ist natürlich wesentlich komplexer, aber nur so können wir auch Narrative entwickeln, die dem Verschwörungsuniversum standhalten und zudem leicht verständlich die Fakten transportieren.

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