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Dringende Warnung: aktuell werden großflächig E-Mails versendet, die sich als Urheberrechtsklage ausgeben.

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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Vor wenigen Stunden berichteten wir bereits über E-Mails, die angeblich von einer australischen Firma stammten. In dieser wurde man aufgefordert Details und Beweise aus einer detaillierten Beschreibung zu entnehmen. Diese Beschreibung ist in der Mail verlinkt und bei einem Klick darauf startet der Download einer Datei mit dem Namen „Detaillierte_Beschreibung .zip”.

Nun tauchte soeben eine neue Variante auf!

Bei dieser E-Mail handelt es sich um einen kriminellen Täuschungsversuch, bei der angeblichen Beschreibung und den Beweisen handelt es sich um einen Trojaner. Bitte auch nicht dadurch irritieren lassen, dass man in der Mal mit dem vollen Namen angesprochen wird. Optischer Steckbrief dieser E-Mail:

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  HNWEIS: Den DOWNLOAD NICHT starten, falls doch geschehen, dann bitte weder die Datei öffnen, noch die beinhaltete .js Datei ausführen. Es handelt sich hierbei um einen Trojaner!

Der Inhalt als Wortlaut:

Sie wurden für Urheberrechtsver verklagt.
Wir schicken Ihnen Beweise und eine detaillierte Beschreibung.
Wir bitten Sie, sich mit dem Dokument dringend vertraut zu machen und uns eine Antwort zu geben, sonst werden wir gezwungen sein, uns beim Gericht zu bewerben.

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Was ist ein Trojaner?

Seine Funktionsweise ist sehr ähnlich der des sprichwörtlichen trojanischen Pferdes: Trojaner sind Programme, die so aussehen, als seien sie unschädliche, nützliche Dateien. Tatsächlich tarnen sie sich aber nur als harmlose Software, in Wirklichkeit richtet das Programm immensen Schaden auf dem Gerät an.

Wie kann ich einen Trojaner erkennen?

Das ist nicht immer einfach, denn häufig ist der Name eines Trojaners identisch mit einem Programm oder Datenpaket, das eigentlich unschädlich für den Computer ist. Ein Trojaner kann beispielsweise „Microsoft Word 2016“ heißen oder auch „Urlaubsfotos Dominikanische Republik“. Die Dateiendung kann aber in einigen Fällen Aufschluss über den wahren Inhalt des Programms geben: Viele Trojaner sind ausführbare .exe Dateien, die den Installationsvorgang der unschädlichen Datei simulieren, dabei aber im Hintergrund Spionagesoftware oder Viren installieren. Wenn ein Nutzer dann merkt, dass durch das Ausführen der Datei nicht die gewünschte Software installiert wurde, sondern er unter Umständen durch endlose Installationsprozesse geleitet wird und letztlich sehr viel neue Software, aber nicht die gewünschte auf dem Endgerät hat, ist das ein Indiz dafür, sich einen Trojaner eingefangen zu haben.

 

Wie kann ich Trojaner vermeiden?

Indem die Quelle der Datei sorgfältig geprüft wird. Unseriöse Seiten und Fremddateien verbreiten häufig Trojaner. Nach Möglichkeit sollten Programme von den Seiten der Hersteller selbst heruntergeladen werden und nicht von externen Dienstleistern. Bei der Suche und Nutzung von Raubkopien beinhalten viele angebotene Dateien ebenfalls nicht das Spiel oder Dienstprogramm, sondern einen schädlichen Trojaner. Dazu kommen Links zu Clouds oder externen Seiten, auf denen vermeintlich unschädliche Dateien angeboten werden, und deren Ungefährlichkeit nicht von jedem Anbieter verifiziert wird. Beispielsweise prüft Google Drive Dateien nur bis zu einer gewissen Größe auf Schadsoftware.

Wie kann ich mich vor Trojanern schützen?

Beim Entpacken von Dateien mit unbekannter Quelle können Anti-Virenprogramme, sofern die Berechtigungseinstellungen für diese korrekt vorgenommen wurden und sie idealerweise vor dem Entpacken die Datei prüfen, helfen. Insgesamt ist eine Nutzung von Dateien aus bekannter Herkunft sehr anzuraten, um sich vor Trojanern zu schützen.

Was mache ich, wenn mein Computer bereits einen Trojaner hat?

Die reine Deinstallation des Trojaners oder das Löschen der Datei, die ihn installiert hat, reicht nicht. Trojaner installieren im Hintergrund Keylogger, Backdoorprogramme und Sniffer, die nur durch eine Anti-Virensoftware identifiziert und unschädlich gemacht werden können. Die manuelle Suche nach diesen gestaltet sich als beinahe unmöglich und das Verbleiben der Software auf dem Gerät ist mehr als bedenklich, da sensible Daten und Passwörter gestohlen werden können.