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Phishing Versuch! Finger weg vom „Profile Viewer“

Kathrin Helmreich, 2. Oktober 2020
Phishing Versuch! Finger weg vom "Profile Viewer"
Phishing Versuch! Finger weg vom "Profile Viewer"

Noch immer werden täglich dutzende Nutzer bei betrügerischen Statusbeiträgen markiert, die zu einem Tool namens „Profile Viewer“ führen.

Doch Vorsicht! Es handelt sich dabei um einen Phishing-Versuch! Durch das Einloggen auf der gefälschten Maske, spielst du deine Login-Daten direkt in die Hände der Betrüger.

Geködert wird mit dem so genannten „Profile Viewer“, der es möglich machen soll, eine Liste an Nutzern anzuzeigen, die dein Facebook-Profil besucht haben sollen. Eine solche Funktion gibt es nicht!

„Profilbesucher anzeigen – Geht das?“ – Nein, auch wenn das behauptet wird: Es war und ist einfach nicht möglich, einen sogenannten Profile Viewer auf Facebook zu benutzen. Darüber hinaus trachten die Ersteller dieser Beiträge nach den Login-Daten der Facebook-Nutzer!

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Seit Jahren schon wollen Cyber-Kriminellen Facebook-Nutzern weismachen, es gäbe eine Funktion, mit der man sich Profilbesuche anzeigen lassen kann. Wer also bei einem entsprechenden Statusbeitrag markiert wird – Finger weg!

Seiten, die versprechen, man könne sich anzeigen lassen, wer dein Profil besucht hat, lügen schlichtweg. Im Höchstfall werden Nutzer angezeigt, die mit dem eigenen Profil am meisten interagierten. Oft ist es aber nicht einmal das.

Was kann alles stattdessen passieren?

1. Die Login-Falle

Wer auf den Link klickt und einen guten Onlineschutz  hat, wird vor einem potentiellen Datenverlust gewarnt. Ohne kommt man in den meisten Fällen auf eine gefälschte Facebook-Loginseite!

Loggst du dich auf einer solchen gefälschten Seite ein, erhalten die Kriminellen eure Logindaten und damit auch den vollen Zugriff auf dein Konto und verfassen beispielsweise unter deinem Namen weitere Postings über den Profilviewer und markieren deine Freunde.

Tipp: Wer sich nicht sicher ist, ob er auf der echten Login-Seite ist, kann es zuerst mit wahllosen Buchstaben versuchen. Zum Beispiel: ergsertgrestg@esrt.com und als Passwort detfgdrtbrx. Kannst du dich trotzdem „einloggen“, weißt du, dass es eine Phishing-Seite ist!

Betroffene sollten umgehend ihr Passwort ändern, falls dies noch möglich ist!

2. Gewinnspiel-Datensammler-Falle

Nach der Eingabe deiner Login-Daten siehst du nicht, wer dein Profil besucht hat, sondern landest bei einem dubiosen Gewinnspiel.

Aber auch bei diesem Gewinnspiel sind die Karten gezinkt: Du kannst kaum auf einen Gewinn hoffen, überlässt du doch deine Daten, darfst du dich allerdings über jede Menge Spam per E-Mail, Post und Telefon freuen.

3. Die Facebook-App-Falle

Glücklicherweise schiebt Facebook dieser Methode mehr und mehr den Riegel vor, doch ganz sicher ist man davor nicht:

Um die Profilbesucher zu sehen, soll man eine bestimmte App innerhalb Facebooks installieren, der man allerdings freizügigen Zugang zum eigenen Profil geben soll. Diese App kann dann unter eurem Namen willkürlich Sachen auf Facebook posten!

Tatsächlich bekommt man oftmals sogar dann eine Liste der angeblichen Profilbesucher, doch ist dies eigentlich nur eine Liste der Freunden, die beispielsweise am Meisten eure Beiträge geliked oder kommentiert haben, nicht die echten Profilbesucher!

4. Die Bitcoin-Falle

Eine weitere Variante sind dann die augenscheinlich echten Beiträge von Medien, die man dann zu sehen bekommt. Der Prominente XYZ hat eine sensationelle neue Methode entdeckt oder entwickelt, um in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen und möchte diese Methode nun allen Nutzern zugänglich machen …

Dabei handelt es sich jedoch um sehr riskante Investitionen, bei denen man sich wirklich gut auskennen muss. Hier kannst du so richtig Geld verlieren!

Fazit

Um es nochmal deutlich zu machen: Es gibt keine Möglichkeit, die Besucher des eigenen Profils zu sehen! Diese Hoffnung wird aber immer wieder von Kriminellen benutzt, um Nutzer mit einem angeblichen „Profil Viewer“ in diverse Fallen laufen zu lassen.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhältst du hier.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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