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Phishing-Mails zu Corona-Hilfen im Umlauf

Janine Moorees, 26. Mai 2021
Phishing-Mails zu Corona-Hilfen im Umlauf
Artikelbild: Shutterstock / Von CorinnaL

Es sind Phishing-Mails im Umlauf, in denen Betrüger versuchen, ihre Opfer mit angeblichen EU-Corona-Überbrückungshilfen zu locken.

Erneut kursieren massenhaft Phishing-Mails mit einem gefälschten Antragsformular für eine Corona-„Überbrückungshilfe Teil 3“, die angeblich von „Bundesregierung und Europäischem Rat“ für „Soloselbständige, freie Berufe und Unternehmen“ ausgereicht werden.

In betrügerischer Absicht geben sich die Absender als mit wechselnden Namen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland aus. Angeschrieben werden Nutzerinnen und Nutzer des Email-Dienstes von T-Online. Dieses Mal werden auch Absenderadressen von T-Online genutzt.

Öffnen Sie diese Emails nicht!

Die Emails kommen nicht von der Europäischen Kommission. Es handelt sich um den Versuch böswilliger Akteure, an sensible Unternehmensdaten zu kommen. Die Polizei ist informiert. Sollten Sie einen Antrag mit Ihren Daten abgeschickt haben, empfehlen wir eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Phishing-E-Mails an Unternehmer

Bereits seit Sommer 2020 versenden Betrüger immer wieder Phishing-Mails vor allem an Selbständige und an kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Sie geben sich als Mitarbeitende der Europäischen Kommission aus und stellen EU-Coronahilfen, einen Corona-„Weihnachtsbonus“, „Überbrückungsgeld II“ oder nun die „Überbrückungshilfe Teil 3“ der Bundesregierung in Aussicht.

Ihr Ziel ist offenbar, sensible Daten über die Unternehmen zu erhalten, indem sie mit Hilfsgeldern ködern. Dazu werden die Unternehmen und Selbständigen gebeten, entweder einen Link anzuklicken oder einen PDF-Anhang auszufüllen und dieses Formular an die Adresse DEUTSCHLAND @ UNTERNEHMEN-SOFORTHILFE.COM zu schicken.

Achtung: Dies ist keine Adresse der Europäischen Kommission. Die Domain der Kommission ist ec.europa.eu.

Viele Empfänger der betrügerischen Email haben sich auch in der aktuellen Welle wieder bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland gemeldet, um sich über die Authentizität der Nachricht zu erkundigen. In den Phishing-Mails werden wechselnde Fantasienamen genutzt, die angeblich alle Pressesprecher der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland sein sollen. In der Signatur wird als Absendeadresse ein „Wahlkreisbüro“ des Europäischen Rates Unter den Linden in Berlin genannt, ebenso falsche Telefon- und Faxnummern.

T-Online Kunden im Visier

Wie bereits bei den letzten Betrugswellen seit November sind auch dieses Mal wieder vor allem T-Online-Adressen betroffen. Bereits im Juli und Oktober wurden ähnliche Emails in mehreren Wellen vieltausendfach verschickt. Dies wurde ebenfalls umgehend bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Verschiedene Absenderdomains wurden bereits gesperrt.

Hin und wieder wird uns von Betroffenen berichtet, dass sogar Zahlungseingänge vorkommen. Möglicherweise sollen Betroffene so mit ihren legitimen Konten für Geldwäsche-Operationen rekrutiert werden.

Sind Sie ein Opfer dieser Phishing-E-Mail?

Sollten Sie Opfer des Betrugsversuchs geworden sein und sensible Daten weitergegeben haben, empfehlen wir Ihnen, dies bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle anzuzeigen. Nach unseren wiederholten Strafanzeigen werden die Ermittlungen der Polizei Berlin derzeit unter der Vorgangsnummer 210521-0900-371074 geführt.

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Quelle: Europäischen Kommission
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