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Phishing: BAWAG PSK fordert keine Datenbestätigung

Kathrin Helmreich, 18. September 2019
Phishing: BAWAG PSK fordert keine Datenbestätigung

Kriminelle geben sich als BAWAG PSK Bank aus und behaupten, dass Online-Banking-NutzerInnen aufgrund der EU-Zahlungsrichtlinie ihre Daten bestätigen müssen.

Angeblich sei auch das Konto gesperrt. Wie unser Kooperationspartner Watchlist Internet warnt, handelt es sich jedoch um einen Vorwand, um an Zugangsdaten zu kommen. Klicken Sie keinesfalls auf den Button, Sie gelangen zu einer gefälschten Login-Seite!

Kriminelle nutzen die Verunsicherung zahlreicher Bankkundinnen und -kunden bezüglich der EU-Zahlungsrichtlinie aus und versenden massenhaft Phishing-Mails. Sie geben vor, dass sie aufgrund dieser Richtlinie ihre Daten bestätigen müssen, um Bankgeschäfte weiterhin online tätigen zu können.

Dabei handelt es sich jedoch um eine falsche Behauptung. Die EU-Zahlungsrichtlinie schreibt keine Bestätigung der Daten vor! Kriminelle versuchen, an Bank- und Kreditkartendaten zu kommen. Wir raten im Zweifelsfall, Kontakt zur Bank aufzunehmen!

Bankkundinnen und -kunden finden aktuell gefälschte BAWAG PSK Mails in ihren E-Mails. / Quelle: Watchlist Internet
Bankkundinnen und -kunden finden aktuell gefälschte BAWAG PSK Mails in ihren E-Mails. / Quelle: Watchlist Internet

Was steht in der E-Mail?

Kriminelle behaupten im Namen der BAWAG PSK, dass die Bestätigung Ihrer Daten noch offen sei. Solange Sie den geforderten Identifikationsvorgang nicht durchlaufen, bleibt Ihr Konto gesperrt. Sie müssen lediglich auf den „Weiter“-Button klicken und den Anweisungen folgen. Danach können Sie Ihr Konto wieder wie gewohnt nutzen.

E-Mail im genauen Wortlaut:

Sehr geehrter Kunde,
wir müssen Sie darüber in Kenntnis setzen das mit Einführung der neuen EU-Zahlungsrichtlinie Kunden, die über ein Onlinebanking Account verfügen dazu verpflichtet sind einmalig einen Identifikationsvorgang zu durchlaufen. Unser System hat festgestellt das Sie zum jetzigem Zeitpunkt noch nicht Ihre Daten bestätigt haben, daher mussten wir Ihr Konto vorsorglich sperren. Zur Entsperrung führen Sie bitte alle notwendigen Schritte über nach stehenden Button durch und mit Abschluss wird unser System alle Einschränkungen wieder aufheben.

Vorsicht: Der Button führt auf eine gefälschte Login-Seite.

Klicken Sie den Button an, werden Sie auf eine vermeintliche Login-Seite der BAWAG PSK geleitet. Diese nachgebaute Phishing-Seite sieht der echten Login-Seite täuschend ähnlich. Ein bloßes Anklicken des Buttons ist unproblematisch. Haben Sie jedoch Ihre Daten eingetippt, sind Kriminelle nun im Besitz dieser Daten!

Was kann ich tun, wenn ich meine Daten eingegeben habe?

  • Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und erklären Sie Ihre Situation.
  • Ändern Sie sofort Ihr Passwort.
  • Höchstwahrscheinlich müssen Sie Ihren Verfüger sperren lassen.

Woran erkenne ich, dass es sich um ein gefälschtes E-Mail handelt?

  • Am Inhalt: Kriminelle geben vor, dass Ihr Konto gesperrt wurde. Bevor Sie etwas unternehmen, sollten Sie die Behauptung überprüfen und checken, ob Ihr Konto tatsächlich gesperrt ist.
  • An der E-Mail-Adresse: Kriminelle manipulieren den E-Mail-Kopf, sodass es auf den ersten Blick so aussieht, als käme die Mail tatsächlich von der BAWAG PSK. Klicken Sie auf „Details“, erkennen Sie die echte Absender-Adresse.
  • An der fehlenden Anrede: Phishing-E-Mails werden massenhaft und wahllos versendet. Daher werden EmpfängerInnen auch nur mit „Sehr geehrter Kunde“ angesprochen.
  • An Rechtschreib- und Grammatikfehler: Geschäftsverkehr ist immer lektoriert. An komischen Formulierungen, Zeichensetzungsfehlern, falscher Groß- und Kleinschreibung etc. erkennen Sie betrügerische E-Mails.
  • Am verlinkten Button: am Ende einer Phishing-Mail befindet sich ein Button, der Sie auf eine gefälschte Login-Seite führt.

Woran erkenne ich eine gefälschte Login-Seite?

  • An der Webadresse: Eine gefälschte Login-Seite sieht der echten zwar täuschend ähnlich, läuft jedoch unter einer anderen Webadresse. Phishing-Seiten haben eine unplausible Webadresse.
  • Am fehlenden grünen Schloss: Sehen Sie in der Adresszeile kein grünes Schloss, heißt das, dass Ihre Daten am Weg abgegriffen werden können.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite „Beratung & Hilfe“ für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe


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