Faktencheck

Pfizer-CEO will nicht die Weltbevölkerung um 50 Prozent halbieren!

In einem Video sagt der CEO von Pfizer, Albert Bourla, scheinbar tatsächlich, dass sein Unternehmen plane, bis 2023 die Weltbevölkerung um die Hälfte zu reduzieren. Doch das Video wurde nur geschickt geschnitten, im Originalvideo spricht er etwas anderes an.

Ralf Nowotny, 3. Juni 2022

Die Behauptung

In einem Video sagt der CEO von Pfizer scheinbar, dass sein Unternehmen plane, bis 2023 die Weltbevölkerung um die Hälfte zu reduzieren.

Unser Fazit

Das Video wurde geschnitten. Im Original sagt er, dass sein Unternehmen die Zahl der Menschen, die sich die Medikamente nicht leisten können, um 50 Prozent reduzieren möchte.

Viele Impfgegner, prominent darunter ein gewisser „Dr. C.“, sind seit 2 Jahren der festen Meinung, dass alle Geimpften nach wenigen Wochen oder Monaten sterben werden… was nun, da dies ja nicht eintraf, irgendwann auf „in den nächsten 2 Jahren“ verlängert wurde.
Auftrieb bekommt die Behauptung jedoch durch ein Video, in dem Albert Bourla, CEO von Pfizer, scheinbar sagt, dass sein Unternehmen plane, bis 2023 die Weltbevölkerung um die Hälfte zu reduzieren.
Doch das Video wurde geschickt geschnitten, der Originalsatz ist länger.

Das gekürzte Video

In dem kurzen Video, welches auf Facebook und Telegram geteilt wurde, scheint Bourla auszusagen, dass sein Unternehmen die Weltbevölkerung bis 2023 um 50 Prozent reduzieren will.

Bizarrerweise wird das Video auch in der ungekürzten Fassung verbreitet, aber trotzdem behauptet, er rede von der Weltbevölkerung – der Satz wird einfach falsch in den Beiträgen übersetzt, und es wird kommentarlos geglaubt.
Bourla sagt in der gekürzten Version scheinbar:

„Ich denke, dass dies wirklich die Erfüllung eines Traums ist, den wir zusammen mit meinem Führungsteam hatten, als wir ’19 anfingen. In der ersten Woche im Januar ’19 trafen wir uns in Kalifornien, um die Ziele für die nächsten fünf Jahre festzulegen. Und eines davon war, bis 2023 die Zahl der Menschen auf der Welt um 50 Prozent zu reduzieren. Ich denke, heute wird dieser Traum Wirklichkeit.“

Was der CEO von Pfizer im Original sagt

Das Video ist ein Ausschnitt aus einem Gespräch mit Albert Bourla, Vorstandsvorsitzender von Pfizer, in Davos während des World Economic Forums. Das Gespräch ist in voller Länge auf YouTube zu sehen. Hier könnt ihr euch den Originalsatz ab Minute 2:33 noch einmal anhören:

Wörtlich sagt Bourla:

„In der ersten Woche im Januar ’19 trafen wir uns in Kalifornien, um die Ziele für die nächsten fünf Jahre festzulegen. Und eines davon war, bis 2023 die Zahl der Menschen auf der Welt, die sich unsere Medikamente nicht leisten können, um 50 Prozent zu reduzieren.“

Auf Instagram wird der ungeschnittene Ausschnitt ebenfalls verbreitet und betont, dass Bourla nicht von der „Ermordung der Weltbevölkerung“ spricht, sondern von einer Reduzierung der Anzahl der Menschen, die sich die Medikamente nicht leisten können, also von einer Kostenreduzierung.

Fazit

Ja, Impfgegner glauben wirklich, dass, wenn Pfizer wirklich den Plan hätte, die Weltbevölkerung um 50 Prozent zu reduzieren, dies deren CEO mal so ganz nebenbei offen in einem gefilmten Gespräch vor aller Öffentlichkeit zugeben würde. Sowas machen aber höchstens Film-Bösewichte.

Das verbreitete Video wurde eindeutig geschnitten. Es wurde um den Teilsatz gekürzt, in dem Bourla sagt, dass er die Zahl der Menschen auf der Welt, die sich die Medikamente nicht leisten können, um 50 Prozent reduzieren möchte… und das bedeutet nicht, sie umzubringen (wie denn auch, wenn sie sich die Medikamente nicht leisten können, könnten sie auch nicht dadurch umgebracht werden), sondern die Kosten der Medikamente zu reduzieren.

Weitere Quelle: AFP

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