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Warnung: PayPal Phishing-Mails unterwegs!

Kathrin Helmreich, 14. Januar 2019
Diese Email kommt nicht von PayPal!
Diese Email kommt nicht von PayPal!

Hinweis: PayPal führt KEINE Verifizierung der Konten durch!

Hier versuchen Betrüger im Namen der digitalen Bezahlplattform PayPal den Empfängern die Login-Daten zu ihren Konten abzuluchsen.

Dazu werden im Moment vor allem E-Mails mit ähnlichen Vorwänden verschickt:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Aktualisierung Ihrer Daten

Sehr geehrte/r Kunde/in,

aufgrund der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) des Europäischen Parlaments un des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr, die am 25. Main 2016 in Kraft getreten ist, muss PayPal (Europe) seine AGB aktualisieren und eine Verifizierung aller Kundendaten durchführen.

Da Sie die Verifizierung bisher noch nicht in Ihrem Nutzerkonto durchgeführt haben und wir auch weiterhin Schutz Ihrer Daten gewährleisten müssen, fordern wir Sie dazu auf den Verifizierungsprozess innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt dieser E-Mail durchzuführen.

Verifizierung durchführen

Mit freundlichen Grüßen
PayPal Deutschland

Doch Vorsicht!

Auch wenn dieses Schreiben echt aussieht – es ist gefälscht!

Folgt man dem Verifizierungsbutton, gelangt man zu einer Eingabemaske, die täuschend echt aussieht:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Wer hier seine Daten eingibt, spielt diese direkt in die Hände des Betrügers. Dieser kann nun auf Kosten des Opfers bezahlen!

Wie kann ich mich schützen?

Tappt man in eine solche Phishing-Falle, helfen folgende Maßnahmen:

Grundsätzlich kann eine Sicherheitssoftware präventiv helfen!

Bei aller Vorsicht kann man natürlich trotzdem zum Opfer einer Phishing-Attacke werden und seine persönlichen Daten ungewollt Dritten preisgeben.

Wichtig ist dann: Nicht in Panik geraten, aber unverzüglich handeln!

Damit Du im Ernstfall weißt, wie Du vorgehen kannst, folgt hier unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Nimm unverzüglich Kontakt mit dem Unternehmen auf, für das deine persönlichen Benutzer- oder Login-Daten geklaut wurden. Bitte telefonisch beim Kundendienst um Sperrung Deines Accounts. Speziell bei Banken ist für solche Fälle rund um die Uhr eine Sperr-Hotline erreichbar. Schildere Deinen Fall, und umgehend wird Dein Account bzw. Benutzerbereich mit den alten Login-Daten nicht mehr erreichbar sein.
  2. Melde Dich beim Benutzerkonto an und prüfe, ob Du Dich noch einloggen kannst. Wenn ja,  gehe unverzüglich zu dem Bereich, in dem Du Deine aktuellen Login-Daten ändern kannst. Lege ein neues Passwort fest und ändere, wenn möglich, auch den Benutzernamen und die hinterlegte Kontaktadresse.
  3. Kontrolliere sofort, ob bereits Kontoänderungen oder Transaktionen vorgenommen wurden, denn meist sind Kriminelle sehr schnell. Überprüfe, ob beispielsweise Waren gekauft oder Abbuchungen vorgenommen wurden, für die Du selbst nicht verantwortlich bist. Sollte das der Fall sein, informiere sofort den Kundenservice des jeweiligen Anbieters.
  4. Dokumentiere alle Auffälligkeiten. Fertige Screenshots an, drucke Kontoauszüge und die Phishing-Mail aus, bzw. leite die E-Mail an das Unternehmen weiter, in dessen Namen die Internetkriminellen die Phishing-Mail versendet haben.
  5. Kontaktiere einen auf Internetbetrug spezialisierten Rechtsanwalt, schildere ihm Deinen Fall, und reiche alle Dokumente ein, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen. Du solltest den Anwalt auch dann kontaktieren, wenn du bis dato noch keinen Schaden verzeichnen konntest.
  6. Eine 2 Faktor Authentifizierung (sofern angeboten) verhindert Zugriffe auch dann, wenn Betrüger durch Phishing an die Zugangsdaten gelangt sind.

Übrigens gibt es auch beim Phishing Hoffnung, dass gestohlene Beträge (beispielsweise beim Onlinebanking) von den Banken ersetzt werden. Grundlage dafür bildet das Bürgerliche Gesetzbuch. Nach § 675u BGB sind Zahlungsdienstleister verpflichtet, bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen die entwendeten Zahlungsbeträge zu ersetzen. Allerdings gilt dies nur, wenn der Betroffene seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Weitere Informationen zur Rechtsgrundlage im Schadensfall findest Du hier.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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