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Ist Paracetamol mit dem Machupo-Virus verseucht?

Ralf Nowotny, 9. April 2019
Seit 2017 wird dies behauptet
Seit 2017 wird dies behauptet

Paracetamol mit der Bezeichnung P / 500 soll mit einem lebensgefährlichen Virus verseucht sein.

So wird zumindest auf jenem Screenshot behauptet, der derzeit in sozialen Medien geteilt wird:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

URGENT WARNING!
Be careful not to take the paracetamol that comes written P / 500. It is a new, very white and shiny paracetamol, doctors prove to contain „Machupo“ virus, considered one of the most dangerous viruses in the world.
And with high mortality rate. Please share this message, for all people and family. And save life from them ….. I’ve done my part, now it’s your turn … remember that God helps those who help.

Uns kommt diese Warnung bekannt vor. Tatsächlich wurde bereits 2017 behauptet, dass Paracetamol den Machupo-Virus beinhalte:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

DRINGENDE WARNUNG!
Achten Sie darauf, nicht das Paracetamol zu nehmen, das P / 500 geschrieben hat. Es ist ein neues, sehr weißes und glänzendes Paracetamol. Ärzte raten, dass es das “Machupo” Virus enthält, das als eines der gefährlichsten Viren der Welt gilt Bewertung. Bitte teile diese Nachricht mit allen Menschen auf deiner Kontaktliste sowie deiner Familie und rette ein Leben oder Leben … Ich habe meinen Teil getan, jetzt bist du dran … erinnere dich daran, dass Gott denen hilft, die anderen helfen & sich!

Bei dieser Behauptung handelt es sich um eine Falschnachricht!

Ist das vielleicht doch möglich?

Nein!
An mehreren Stellen wurden die Behauptungen, dass die Tabletten verseucht sein könnten, widerlegt. So berichten auch Snopes und Hoax Slayer, dass allein der Infektionsweg gegen diese Aussage spricht:

Die Krankheit wird vornehmlich durch Insekten und Nagetiere sowie durch ihre Ausscheidungen, manchmal auch von Mensch zu Mensch übertragen (web.stanford.edu).

Das macht eine Ansteckung über das Medikament nahezu unmöglich, denn bei Kontakt mit den bei der Synthese von Paracetamol verwendeten Chemikalien und den dafür notwendigen Temperaturen würde das Virus schlicht und ergreifend absterben.

Auch ein nachträgliches Kontaminieren wäre sinnlos, denn auch auf der Oberfläche der Tabletten könnten die Viren nicht lange überleben.

Warum wird das behauptet?

Ursprünglich stammt diese Warnung aus Malaysia. Paracetamol gehört dort zu den am meisten genutzten Medikamenten, allerdings kursieren auch Markenfälschungen des Medikamentes.
Nun kursiert sowohl in Malaysia als auch in Südamerika der Machupo-Virus. So entstand im Jahr 2017 erst das Gerücht, dass der Virus sich durch gefälschtes Paracetamol verbreiten würde, später wurde behauptet, das echte Paracetamol enthalte das Virus.
Beide Behauptungen sind allerdings falsch, da, wie oben beschrieben, ein Virus nicht über Medikamente verbreitet werden kann.

Zusammenfassung

Es gibt weder Beweise noch Bestätigungen von offiziellen Stellen, dass Menschen durch die Einnahme von Paracetamol oder einer Fälschung an dem Machupo-Virus erkrankten. Auch bei der Weltgesundheitsorganisation ließen sich keine Meldungen finden.

Die Falschmeldung entstand aus einem Gerücht heraus, dass gefälschte Medikamente, später die echten Medikamente, den in Südamerika und Malaysia verbreiteten Machupo-Virus enthalten sollen, was allerdings technisch nicht möglich ist.


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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