Oroville-Staudamm drohte zu brechen

Kathrin Helmreich, 14. Februar 2017

Kalifornien: An der US-Westküste drohte am Sonntag einer der größten Staudämme der USA zu brechen. Die Situation hat sich jedoch zum Glück beruhigt.

Wie die ‘Zeit’ und der ‘Spiegel’ berichten, konnten die übermäßigen Wassermassen an einem beschädigten Kanal des Oroville-Stausees unter Kontrolle gebracht werden, sodass man gestern mit Reparaturarbeiten beginnen konnte.

Nachdem es tagelang geregnet hatte, stieß der Stausee an seine Belastungsgrenze.

Das Wasser wird in solchen Fällen über einen selten genutzten Seitenkanal geführt. Zum ersten Mal in der Geschichte des 48 Jahre alten Staudamms, floss das Wasser über diesen Notüberlauf. Dieser war jedoch durch Erosion derart brüchig, dass man mit einem Zusammenbruch des Abflusskanals rechnen musste.

Gouverneur Jerry Brown hatte daraufhin Sonntagabend den Notstand für mehrere Bezirke ausgerufen und an die 160.000 Anwohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und in Notunterkünfte zu ziehen.

Der Damm in Oroville ist rund 125 Kilometer nördlich von Sacramento gelegen.

Stabilisiert und trotzdem noch gefährlich

Die Behörden gehen vorsichtig vor.

„Sobald die Struktur beschädigt ist, kann es katastrophal enden“,

so Bill Croyle von der zuständigen Wasserbehörde im Norden Kaliforniens laut ‘Spiegel’.

Die Situation sei stabilisiert, aber es blieben zu “viele Unbekannte”.

Rettungseinsätze versuchen die Schäden am Damm zu reparieren. Steinsäcke sollen das Schlimmste verhindern.

Quelle: Zeit, Spiegel


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