Smartphone-optimiertes Phishing!

Andre Wolf, 1. Dezember 2017

Auch Cyberkriminelle haben erkannt, dass die meisten Internetnutzer mit dem Smartphone online sind.

Bereits 2016 veröffentlichte Futurezone, dass 82 Prozent der Internetnutzer mit dem Smartphone surfen. Warum sich also dann die Mühe machen und Phishingmails für den Desktop optimieren? Insofern muss man immer öfter damit rechnen, dass Phishingmails auf dem Desktop vielleicht etwas skurril wirken, da sie ihre volle Kraft auf dem Display eines Smartphones entfalten.
Eine dieser eher fremdartig wirkenden Mails, deren Absender sich als Amazon ausgibt,  informiert über ein Problem im Sicherheitssystem und daraus resultieende abgelaufene Zahlungsdaten. Diese E-Mail wirkt am PC / Notebook grafisch schon recht eigenartig.
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Schaut man sich dieselbe E-Mail jedoch auf dem Smartphone an, so erkennt man eine Optimierung für Mobilgeräte. An dieser Stelle wird deutlich, dass die Desktopnutzer bewusst außen vor gelassen werden.
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Was gleich bleibt: natürlich handelt es sich hierbei um Phishing! Daher noch der übliche Warnhinweis: Bei der E-Mail mit dem folgenden Inhalt handelt es sich um einen Betrugsversuch.

Sehr geehrte Kundin, Sehr geehrter Kunde,
Leider mussten wir durch unser Sicherheitsystem erfahren, dass sich ein Fehler in ihrem Kundenkonto befindet. Ihre aktuell hinterlegten Zahlungsdaten sind abgelaufen.
Der Grund für diese ist zu bestehende Inaktivität ihrer Zahlungsdaten. Um ihr Einkaufserlebnis
sicher und aktuell zu halten, ist eine erneute Eingabe ihrer Zahlungsmittel nötig.
Aktualisierungsvorgang beginnen
Bitte gehen sie oben auf die Schaltfläche „Aktualisierungsvorgang beginnen“. Sie werden in das Sicherheitscenter geleitet. Dort wird der Amazon Assistent Ihnen eine beihilfe zum Aktualisieren ihrer Zahlungsdaten leiten.

Man wird hier auf eine Webseite geleitet, welche dem Login von Amazon nachempfunden ist. Dort wird zunächst um die Eingabe der Zugangsdaten gebeten, darauf folgen Felder, in denen man Adressdaten, sowie auch Bankdaten hinterlassen soll. Wir warnen davor, an dieser Stelle wahrheitsgemäße Angaben zu machen!

Was du machen kannst!

Hast Du den Verdacht, dass eine E-Mail oder Webseite zum Zwecke des Phishings gefälscht ist, kannst Du uns diese gerne weiterleiten über spam@zddk.eu. Wir schauen uns das an. Auch Amazon freut sich übrigens über eine Weiterleitung der E-Mail an stop-spoofing@amazon.com. Wichtig ist es erstmal, auf Mailadressen bzw. URLs zu achten. Diese sind ein erster, wichtiger Hinweis. Allerdings können auch Absender-Mailadressen gefälscht werden!
Solltest Du Dir unsicher sein, ob es sich um eine Phishing-Attacke handelt, kannst Du dich grundsätzlich auch einfach auf der eigentlichen Homepage des angeblichen Absenders einloggen, hier also beispielsweise bei www.amazon.de. Sollten wirklich einmal Daten benötigt werden, dann wird man dort aufgefordert, diese einzugeben.
Ist man bereits auf eine Phishing-Attacke hereingefallen, ist es wichtig, sofort alle verwendeten Passwörter und PINs zu ändern sowie die Kreditkarte beziehungsweise die Bankdaten beispielsweise durch eine Sperre unbrauchbar zu machen. Zudem sollte man einen ausführlichen Sicherheitscheck mit dem betroffenen Laptop, Smartphone und Co. durchführen sowie Anzeige bei der Polizei erstatten.
Lösche die E-Mail und klick auf keinem Fall Links darin an. Falls du dein Amazon-Konto sicherheitshalber dennoch überprüfen möchtest, gib in die Adresszeile des Webbrowsers „amazon.de“ von Hand ein und und melde dich auf der echten Webseite mit deinen Zugangsdaten an. Du wirst dann sehen, dass keine Legitimation nötig war!


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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