Tipps gegen Betrug beim Onlinebanking

Andre Wolf, 22. Oktober 2019
Artikelbild: Shutterstock / Von smolaw
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Am Onlinebanking kommt man heutzutage kaum noch vorbei. Hier liegt dann am Ende auch die Schwachstelle: Betrüger versuchen auf verschiedenen Wegen sich online Zugang zu verschaffen.

Um sich gegen Betrug beim Onlinebanking zu schützen, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, eine entsprechende Checkliste veröffentlicht. Diese Checkliste hilft auf zwei Wegen.

Einerseits gibt die Liste Ratschläge, falls man Opfer eines Betrugs geworden ist. Auf der anderen Seite bekomt man hier auch wertvolle Tipps, wie man sich vor Betrug beim Onlinebanking schützen kann.

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Betrug beim Onlinebanking

Was tun, wenn man Opfer ist?

  • Sperren Sie unverzüglich Ihr Bankkonto und Ihren Zugang zum Online-Banking. Am schnellsten geht das, indem Sie zum Beispiel die Anmeldemaske zum Online-Banking aufrufen und dreimal hintereinander die falsche PIN eingeben. Oder rufen Sie den zentralen Sperr-Notruf 116 116 (aus dem Ausland +49 116 116) an und lassen Sie Ihren Zugang telefonisch sperren.
  • Danach wenden Sie sich sofort an Ihre Bank und melden die Auffälligkeiten. Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit, Kontobewegungen rückgängig zu machen.
  • Prüfen Sie umgehend die Kontoumsätze anhand des Papierauszuges.
  • Prüfen Sie, ob Ihr Computer oder Smartphone mit Schadsoftware infiziert sind und bereinigen Sie betroffene Geräte fachgerecht. Im schlimmsten Fall kann dies eine Neuanschaffung entsprechender Hardware bedeuten.
  • Ist der Ernstfall eingetreten, finden Sie auf unseren Seiten alle wichtigen Informationen zum Thema Online Banking

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Was tun, damit man erst gar kein Opfer wird?

Das Opfer in unserem Beispiel hat das sogenannte mTAN-Verfahren genutzt, von dem das BSI abrät. Da eine SMS leicht abgefangen oder das Smartphone gestohlen werden kann, ist diese Art der TAN-Generierung nur bedingt sicher und kann in den Einstellungen Ihrer Bank verändert werden. Zusätzlich führt das Opfer die Transaktion auf dem selben Gerät aus, auf dem es auch die TAN erstellt. Ist das Smartphone oder der Computer bereits kompromittiert, ist es so für Kriminelle ein Leichtes, Sicherheitsmechanismen zu überwinden. Wenn Sie eine Transaktion beispielsweise per Smartphone durchführen, sollten Sie Ihre TAN immer auf einem physikalisch getrennten Gerät wie einem TAN-Generator erzeugen.

Unabhängig davon, ob Sie Ihr Banking auf dem Smartphone oder dem PC abwickeln, sollten Sie dort niemals PIN oder TAN speichern. Einen unbemerkten Zugriff auf Ihr Gerät verhindern Sie unter anderem dadurch, dass Sie Sperren mit Passwortschutz, PIN oder z. B. Fingerabdruck aktivieren. Regelmäßige Updates von Betriebssystem und wichtiger Software (auf Smartphone und PC) runden Ihre Präventivmaßnahmen schließlich ab. Nur aktuelle Systeme können neue Bedrohungen abwehren und einer Infektion mit Schadsoftware vorbeugen. Alles Wichtige für sichere Bankgeschäfte mit mobilen Geräten.

Hierzu auch:

Checklisten für IT-Sicherheit


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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