Nachdem ein 64-jähriger Mann in der vergangenen Nacht über 40 Mal den Notruf „110“ gewählt hatte obwohl es keinen Grund gab, nahm die Polizei ihn ins Gewahrsam. Zuvor hatten die Beamten ihm bereits mehrere Telefone abgenommen.

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Bei den Notrufen redete oder nuschelte (lt. Duden undeutlich sprechen) der offensichtlich alkoholisierte Mann wirres Zeug. Immer wieder wurde er ermahnt, dies zu unterlassen. Mal rief er mit einem Handy, mal mit dem Festnetzapparat an. Nach zwei Dutzend Anrufen ermittelten die Beamten seine Adresse in der Stolberger Innenstadt, sprachen mit ihm und ermahnten ihn eindringlich. Er gelobte Einsicht. Diese währte knapp 20 Minuten, da ging es wieder los.

Also wieder hin. Mehrere Telefone stellten die Beamten sicher. Offenbar nicht genug. Nach ein paar Minuten wiederholte sich die Prozedur. Jetzt nahmen die Polizisten den 64-Jährigen mit. Er bekam eine handyfreie Zone, eine Einzelzelle.

Die Rechnung zu den Einsätzen kommt. Ein Strafverfahren läuft wegen „Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln.“

Quelle: Polizei Aachen

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