My Corona-Story: "Wir lassen uns nicht unterkriegen..."

My Corona-Story: „Wir lassen uns nicht unterkriegen…“

Von | 27. März 2020, 13:14

Die Corona Krise! Kein Tag, keine Stunde, fast keine Minute vergeht, wo uns dieses Thema nicht beschäftigt. Nachrichten in den Medien, Nachrichten von Freunden, von der Familie. Das Thema ist allgegenwärtig. Doch was macht die Corona-Krise mit uns?

Menschen erzählen uns Ihre Geschichte. Menschen senden uns Ihre „My Corona-Story“ (sic!)

Wir sind eine Drei-Generationen-Familie in drei Haushalten, die fest zusammen halten. Meine ältere Tochter und ihr Mann arbeiten im Home-Office und in Schichten. Die jüngere Tochter – noch in Ausbildung – ist ebenso wie ich aufgrund von Vorerkrankungen Risikopatientin und zur Zeit größtenteils freigestellt und übernimmt nur einmal die Woche eine Notschicht.

Ich arbeite in einer medizinischen Praxis für Physiotherapie an der Rezeption und bei uns wird die Situation täglich aufs Neue bewertet – wir haben auch heute, am Sonntag, Nachricht von unserem Arbeitgeber bekommen. Bis auf weiteres haben wir die Praxis geöffnet, so dass ich also noch täglich unterwegs bin.

Da wir den Verdacht hatten, dass eine Patientin in Kontakt mit einer infizierten Person gekommen ist, vermeiden wir den Kontakt zu meiner großen Tochter und meinem Schwiegersohn; meine Mutter und die jüngere Tochter wohnen zwar in verschiedenen Wohnungen, aber zusammen im gleichen Haus meiner Mutter, so dass es da schon zu spät war, uns zu isolieren.

Wir lassen uns nicht unterkriegen…

Wir lassen uns nicht unterkriegen, sind froh über die oft geschmähten sozialen Netzwerke und auch unsere Senioren sind fleißig auf Facebook und Whatsapp unterwegs.

Alle Themen können so mit allen besprochen werden und neben wichtigen Informationen werden auch viele lustige Memes und Videos hin und hergeschickt.

Beklemmend war die heutige Ansprache unserer Kanzlerin schon, obwohl wir alle für eine Ausgangssperre sind, um die medizinische Versorgung in Deutschland nicht zu gefährden. Zu schlimm waren die Bilder, die wir überall gesehen haben: Leute, die sich ohne Rücksicht auf Verluste treffen, miteinander feiern, Hamsterkäufe tätigen usw.

Dennoch tröstlich zu sehen, dass die meisten vernünftig handeln und sich zurückhalten. Unsere beiden Älteren erzählen, dass auch ihnen eine solche Situation absolut neu ist. Sie sind 1943 und 1944 geboren und haben zwar die schwierige Nachkriegszeit mitgemacht, aber dann ging es immer nur bergauf, ohne solch große Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens.

Wir sehen dem allem trotz des Risikos von Vieren von uns relativ gelassen entgegen und haben die Hoffnung, dass die Menschen vielleicht lernen, etwas besser mit einer Einschränkung ihrer Bequemlichkeit umzugehen. Man sieht, dass wir das können! Wir könnten durch ein klein wenig Verzicht und Änderung unseres Konsumverhaltens unseren Planeten länger für uns bewohnbar machen…
Ich fürchte, das sind Träume. Aber auch sie wollen geträumt werden!

Bleibt gesund und hütet Euch nicht nur vor Corona, sondern auch vor Burn-Out!

Alles Liebe, Eure Andrea

Wenn auch du uns deine Corona-Story senden möchtest, dann kannst du diese gerne tun. Lass andere Menschen daran teilhaben. Sende uns bitte dazu eine E-Mail an [email protected]. Schreibe uns auch bitte dazu, ob wir deinen Namen veröffentlichen sollen oder nicht.

Weitere Storys findet man hier vor: www.mimikama.at/mycoronastory/ 

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