Millennials gehen Betrügern öfter auf den Leim

Kathrin Helmreich, 3. September 2019
Millenials werden öfter Opfer von Betrug

Schwindler geben sich als Bankangestellte oder Polizei aus und erschleichen sich Kontoinformationen

Millennials zwischen 18 und 34 Jahren fallen in Großbritannien öfter Betrügern zum Opfer als jede andere Altersgruppe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der britischen Lloyds Bank.

In den vergangenen zwölf Monaten haben Millennials durchschnittlich 2.630 Pfund (2.897 Euro) an Betrüger verloren.

Ältere verlieren pro Scam mehr

Laut Paul Davis, Leiter der Abteilung für Betrug im Einzelhandel bei der Lloyds Bank, geben sich Hochstapler in E-Mails oft als Bankangestellte und Polizei- oder Zollbeamte aus.

„Jeden Tag versuchen Schwindler, Menschen persönliche Informationen wie PIN-Codes, Passwörter oder Bargeld abzujagen. Betrug kann verheerende Auswirkungen auf die Finanzen und auch auf das Leben von Opfern haben“,

erklärt der Experte.

Für die Studie hat die Llloyds Bank den Meinungsforscher YouGov mit einer Befragung von 2.018 Erwachsenen britischen Konsumenten beauftragt. Das Ergebnis: Menschen über 55 Jahren verlieren wesentlich mehr Geld pro Betrugsfall als Millennials, im Schnitt 10.716 Pfund (11.796 Euro).

Allerdings fallen sie im Gegensatz zur jüngeren Millennials-Generation seltener auf Schwindler herein.

Vorsicht bei unerwarteten E-Mails

Davis zufolge täuschen Betrüger oft vor, das Bankkonto des Opfers wäre in Gefahr. So könnten sie sich die Kontoinfos erschleichen. Besonders problematisch sei, dass die Betroffenen nicht auf die Warnungen der tatsächlichen Bankangestellten hören. Die Hochstapler würden sie davon überzeugen, die Warnungen wären nur ein Teil des Angriffes auf ihr Konto.

Die Lloyds Bank empfiehlt, bei Anfragen nach Details zu Konten immer vorsichtig zu sein, da eine Bank diese bereits hat. Wenn vermeintliche Behörden oder Banken um einen Transfer von Geld bitten würden, sei das ebenfalls verdächtig.

Tippfehler oder unerwartete E-Mails können auch ein Zeichen für einen Betrugsversuch sein. Im Zweifel sei es auch wichtig nachzuprüfen, ob der Absender einer E-Mail real ist und tatsächlich auf Nachfragen antwortet.

Quelle: pressetext
Artikelbild: Shutterstock / Von seamind224


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