Arzneimittel aus dem Netz? Das muss man beachten!

Andre Wolf, 4. Februar 2019
Artikelbild von Chamille White / Shutterstock.com
Artikelbild von Chamille White / Shutterstock.com

Im Netz kauft es sich häufig günstiger, das gilt auch für Medikamente.

Daher kaufen immer mehr Menschen in der Internetapotheke. Doch auch hier lauern viele Gefahren, denn nicht jede Internetapotheke ist auch seriös.

Sehr gefährlich wird es immer dann, wenn Betrüger minderwertige oder gar wirklungslose Präparate unter falscher Etikettierung verkaufen. Dabei verliert man nicht einfach nur Geld, sondern die Risiken für die eigene Gesundheit sind sehr hoch.

Damit man diesen Gefahren vorbeugen kann, hat die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes einen Ratgeber veröffentlicht, was man beim Kauf von Arzneimitteln aus dem Netz beachten muss. Diese lauten:

„Tipps zum sicheren Einkauf von Arzneimitteln im Internet

  • Kaufen Sie Medikamente nicht auf Seiten, die verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept verkaufen oder Arzneimittel anbieten, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Unter www.pharmnet-bund.de sind zugelassene Arzneimittel in einem Arzneimittelinformationssystem recherchierbar.
  • Vorsicht vor Seiten, auf denen kein ausgebildeter Apotheker Fragen beantworten kann.
  • Prüfen Sie, ob auf der Seite auch telefonische Bestellungen möglich sind. Achten Sie immer auf die Angabe der Telefongebühren, denn seriöse Anbieter geben diese in der Regel unter der angegebenen Nummer an.
  • Unseriöse Seiten werben oft mit Versprechungen auf Mengenrabatt, Probepackungen oder neue Heilmittel.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn auf der Website Onlineberatungen angeboten werden, die ärztliche Verordnungen oder persönliche Gesundheitsberatung ersetzen sollen. Nichtlizenzierte Websites bieten häufig diese Leistungen an, um den Anschein von Seriosität und Rechtmäßigkeit zu erwecken.
  • Hände weg von Arzneimitteln, die ohne Originalschachtel versandt werden. Wenn Packung oder Tabletten ungewöhnlich aussehen oder riechen, dürfen die Medikamente nicht mehr eingenommen werden.
  • Viele haben Arzneimittel auch als Mitbringsel aus dem Urlaub entdeckt. Vorsicht: Es kann sich um Arzneimittelfälschungen handeln, die die angegebenen Wirkstoffe nicht oder nicht ausreichend enthalten oder sogar gesundheitsschädlich sind.“

Ratgeber via www.polizei-beratung.de

Artikelbild von Chamille White / Shutterstock.com


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

  • Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum. Ein unabhängiges und für jeden frei zugängliches Informationsmedium ist in Zeiten von Fake News, aber auch Message Control besonders wichtig. Wir sind seit 2011 bestrebt, allen Internetnutzern stets hochwertige Faktenchecks zu bieten.  Dies soll es auch langfristig bleiben. Dafür brauchen wir jetzt deine Unterstützung!

Mehr von Mimikama