Dietrich Mateschitz wirbt NICHT für Investitionsplattformen

Kathrin Helmreich, 19. Oktober 2020
Dietrich Mateschitz: Vorsicht bei gefälschten Storys wie dieser
Dietrich Mateschitz: Vorsicht bei gefälschten Storys wie dieser

Nein – Dietrich Mateschitz‘ neue Investition sorgt NICHT für Begeisterung bei Fachleuten. Es handelt sich um einen Köder.

Sie schleichen sich als gesponserte Werbebeiträge auf die News Feeds von Facebook-Nutzern, manchmal werden sie aber auch von Kontakten selbst geteilt oder veröffentlicht. Es geht um die unglaublichen Investment-Storys bekannter Gesichter wie beispielsweise Dietrich Mateschitz.

Der Miteigentümer von Red Bull soll eine phänomenale Investition getätigt haben, die so einfach war, dass „du“ genauso schnell reich werden kannst, wie er, wenn du nur einen bestimmten Geldbetrag investierst:

Screenshot des angefragten Artikels
Screenshot des angefragten Artikels

Dietrich Mateschitzs neueste Investition sorgt für Begeisterung bei Fachleuten und Angst bei den Großbanken. …

Der Faktencheck

Leider werben Betrüger schon sehr lange mit dem Gesicht von Dietrich Mateschitz. Immer wieder stolpern Facebook-Nutzer über derartige Berichte, die vorgeben, es sei kinderleicht durch binäre Optionen reich zu werden.

Von Herbert Grönemeyer bis hin zu Thomas Gottschalk und eben Dietrich Mateschitz: Sie alle werben unfreiwillig für Bitcoin-Handelsplattformen.

Pseudoredaktioneller Inhalt

Wer dem Link folgt, gelangt zu einem angeblichen Sonderbericht der Kronen Zeitung. Zusätzlich sind Logos anderer bekannter österreichischer Medien zu sehen, die den Eindruck vermitteln, Mateschitz‘ Erfolgsstory sei bereits auf verschiedenen Kanälen publiziert worden.

Gefälschtes Design der Kronen Zeitung
Gefälschtes Design der Kronen Zeitung

Bei dem kompletten Artikel handelt es sich aber um sogenannten „fabricated content“ – also um einen pseudoredaktionellen Inhalt. Nichts davon ist wahr. Die Kronen Zeitung hat absolut nichts damit zu tun.

Bitcoin-Plattformen

Wer sich durch den Artikel liest, bemerkt immer wieder eingestreute Links. Diese führen zu Plattformen, die mit Bitcoins oder anderer Kryptowährung handelt. Konkret geht es in diesem Fall um den Handel mit binären Optionen in Form von Bitcoins. Das ist nicht illegal, jedoch sprechen die gefälschten Erfahrungsberichte angeblicher Nutzer der Plattform stark gegen die Seriosität der Plattform!

Der Handel mit binären Optionen ist ein hoch riskantes Modell, welches teilweise auch außerbörslich angeboten wird. Definitiv kein Produkt für Anfänger!

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Bei binären Optionen können zwei Aktionen eintreten:

  1. Das vorhergesagte Ereignis tritt ein, wodurch Händler/innen eine im Vorhinein festgelegte Summe erhalten.
  2. Das vorhergesagte Ereignis tritt nicht ein, wodurch Händler/innen einen Verlust erleiden.

Bei dem Handel mit binären Optionen können Nutzer Geld verdienen, sofern sie mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Der Online-Handel mit binären Optionen ist mit zahlreichen Risiken verbunden. Beispielsweise könnt ihr keine Gewinnauszahlung erhalten, an Anbieter geraten, die Kurse manipulieren, oder eure persönlichen Daten dienen für Verbrechen unter Eurem Namen, da die persönlichen Daten des Nutzers in die Hände des Betreibers gelangen.

Genaue Details und mehr Informationen zu diesem Thema findest du hier.

Fazit

Mit einem Clickbait (bekanntes Gesicht und eine Wahnsinns-Erfolgsstory), der oft als Werbung bei Facebook geschalten wird, locken die Betreiber Nutzer auf ihre Webseite und präsentieren dort fabricated content im Design von ebenso bekannten Medienhäusern.

Grundsätzlich geht es hier um Online-Handel mit binären Optionen – wobei hier viel Wissen und Erfahrung notwendig ist, um tatsächlich das große Geld zu machen. Zudem zahlen solche Plattformen die Gewinne nicht, selten oder nur teilweise an die Nutzer aus.

Abgesehen davon, dass die Ersteller derartiger Lock-Webseiten, sowohl den Namen von Dietrich Mateschitz, meinbezirk.at, der Kronen Zeitung und weitere missbrauchen.


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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