Die große Liebe? Nicht hinter jedem Profil steckt auch das, was versprochen wird

Kathrin Helmreich, 22. Juli 2020
Die große Liebe? Nicht hinter jedem Profil steckt auch das, was versprochen wird
Die große Liebe? Nicht hinter jedem Profil steckt auch das, was versprochen wird

Immer mehr Menschen suchen über Online-Partnerbörsen oder soziale Netzwerke nach einem neuen Partner.

Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen via Facebook warnt, tummeln sich nicht nur auf Dating-Plattformen Betrüger, sondern auch auf Social Media. Sie spielen ihren Opfern Liebe vor, aber in Wahrheit wollen sie nur ihr Geld.

Deswegen sollte man auch bei der Partnersuche im Netz ein paar grundlegende Regeln beachten.

Grundsätzlich gilt:

  • Seid zurückhaltend mit der Veröffentlichung eurer persönlichen Daten.
  • Achtet auf eure Privatsphäre-Einstellung in den sozialen Netzwerken und in Messengerdiensten.
  • Vorsicht bei der Weitergabe von intimen Bildern und Videos.
  • Verabredet euch in einem Lokal oder in einer Gegend, die ihr kennt.
  • Informiert Freunde/Bekannte über ein Treffen mit eurem Flirt.

Das LKA Niedersachsen stellt euch diese Woche mögliche Gefahren des Online-Datings vor und gibt Tipps, wie man sich vor einem Betrug mit der Liebe schützen kann. Alle weiteren Informationen findest du auf Facebook oder der Webseite der Polizeilichen Kriminalprävention.

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Zum Thema Sextortion

Beim sogenannten Sextortion werden digital anzügliche Videos und Bilder ausgetauscht, welche später für sexuelle Erpressung genutzt werden können. In einem solchen Fall sollten Opfer auf keinen Fall Geld an die Täter überweisen.

Wie beginnt die Erpressung?
Auf Instagram, Twitter oder Facebook kommen sich das spätere Opfer und die Erpresser näher. Betroffene werden dann überredet, über einen Videochat zu kommunizieren. Vor der Webcam werden Opfer dazu ermuntert sich auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Was die Opfer nicht wissen: Ihr Gegenüber zeichnet alles auf und droht anschließend damit, die Aufnahmen zu verbreiten. Auf diese Weise erpressen die Täter Geld von ihren Opfern.

Was tun bei Erpressungen?
Überweist kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
Betreiber des Netzwerks kontaktieren, Inhalte melden und löschen lassen
Chatverläufe und Nachrichten mittels Screenshot sichernAnzeige bei der Polizei erstatten

Weitere Informationen findest du hier.

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Artikelbild: Shutterstock / Landeskriminalamt

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