Leon verschwunden: FAKE-Suchmeldung mit teurer Abofalle!

Andre Wolf, 4. April 2016

Und wieder nerven unbekannte Hinterleute mit erfundenen Suchmeldungen zu Kindern. Man muss deutlich sagen: es ist widerlich, was sich diese Leute erlauben. Es ist ein Spiel mit der Hilfsbereitschaft der Menschen, jedoch wird diese Hilfsbereitschaft mit den Füssen getreten.


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Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: die folgende Suchmeldung, welche gerade auf Facebook verteilt wird, ist frei erfunden! Diesen verschwundenen Leon Görlitz gibt es nicht. Auch das speziell dazu erfundene Profil der Mutter nicht [1] (Wahnsinn, mit welchem Aufwand man hier arbeitet!). Das ist schon eine extrem professionelle negative Energie, welche hier eingesetzt wird. Professionell … ehrlich, so wirken diese ganzen Gewinnspielfallen derzeit:

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Halten wir also fest: das Kind ist nicht verschwunden, passend zu dieser Suchmeldung, die durch Fakeprofile verteilt werden, gibt es abermals zwischengeschaltete Webseiten, die dann den jeweiligen Besucher umleiten. Diesen Verlauf haben wir mittlerweile mehrfach beobachten können!

Vergleiche dazu auch die zwischengeschalteten Seiten: anhand dieser kann man deutlich erkennen, dass es sich um ein wiederkehrendes Muster handelt und das mit dieser Methode der gefälschten Suchmeldungen gezielt gearbeitet wird. Menschen werden BEWUSST geködert und in Gewinnspiele, bzw. Abofallen geleitet.

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ACHTUNG FALLE!

Der Ablauf dieser gefälschten Suchmeldungen ist hierbei völlig analog zu denen von den angeblich verschwundenen Laura Schutte und Marie Hoffmann: Desktopnutzer werden auf Lead-Gewinnspiele geleitet, Smartphonenutzer geraten in Gefahr einer Abofalle.

Gewinnspiele: Das Ziel ist es, DATEN ZU SAMMELN!

Es handelt sich also hierbei um Datensammler! Klickt der User auf den Link, dann wird er zu einem GEWINNSPIEL umgeleitet. In diesem wiederum muss (kann) er seinen Daten wie Vorname, Nachname und E-Mailadresse eingeben.

Hier steht dann noch:

Ich bin einverstanden, dass der Veranstalter und seine Partner mich postalisch oder telefonisch (max. 4 Partner) oder per E-Mail (max. 14 Partner) über Angebote aus ihrem jeweiligen Geschäftsbereich informieren. Die Partner kann ich hier selbst bestimmen, ansonsten erfolgt eine Auswahl durch den Veranstalter nach freiem Ermessen. Das Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Weitere Infos dazu hier.

Sprich, der User wird von noch mehr Spam-Mails und Spam-SMS zugeschüttet werden.

Was mit seinen Daten passiert kann man an dieser Stelle noch nicht sagen, aber unserer Erfahrung nach, werden diese gerne auch an andere Unternehmen verkauft!

Abofalle: WAP-Billing

In diesen Fällen bekäme man sehr zügig eine SMS, in der man darüber aufgeklärt wird, soeben ein Abo abgeschlossen zu haben.

Drittanbietersperre hilft!

Daher raten wir immer wieder, für die eigene Rufnummer eine Drittanbietersperre einrichten zu lassen. Mehr darüber in unserem Artikel “Abzocke per Smartphone! Die Drittanbietersperre


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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