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Start kopfende Exklusivbericht: Fehleinschätzung der Art. 13 Demonstrationen: US-NGOs drohen Nachzahlungen in Millionenhöhe

Exklusivbericht: Fehleinschätzung der Art. 13 Demonstrationen: US-NGOs drohen Nachzahlungen in Millionenhöhe

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Am 23.03.2019 fanden bundesweit Demonstrationen gegen den Art. 13 statt, noch am selben Tag mutmaßte Daniel Caspary von der CDU, dass die Demonstranten mit bis zu 450€ von US – NGOs bezahlt werden würden.

Der Zufall wollte es, dass ich ausgerechnet zu dieser brisanten Zeit meinem Ziel einen großen Schritt näher gekommen war, endlich sollte ich sie treffen, sie, die große Unbekannte. Ich kam mir schon irgendwie vor wie in einem jener Filme, in denen der gutaussehende Protagonist durch die Schatten eilt, von Kneipe zu Nachtclub wandert, bis er endlich im Hinterzimmer einer Opiumhöhle bewusstlos wird und in der Nordchinesischen Botanik dem narbengesichtigen Obermotz eine Untergrundorganisation gegenüber sitzt, von da an entwickelt sich eine Storyline die hauptsächlich von jeder Menge in Verfolgungsjagden zerlegten Autos und Platzpatronen lebt, ansonsten aber eine Handlung hat, die in vier Sätzen zusammen gefasst werden könnte, aber immerhin gab es hin und wieder mal den Blick auf eine schöne Frau, das zieht immer.

Soweit die Theorie, jetzt zur Realität, mit mir entfällt der gut aussehende Protagonist, aber dafür gibt es keine Kneipe oder einen Nachtclub, auch die Opiumhöhle wurde eingespart, nach China musste ich auch nicht, keine direkt durch meine Handlung zerlegten Autos oder gar abgefeuerten Platzpatronen, aber wenigstens eines gab es – die Frau. Nach einer, von meinem Wohnort mit den Öffis durchgeführten, relativ langen Fahrt durch unsere Republik traf ich sie endlich, Bruna-Ramona Üller, eine, wenn nicht gar die wichtigste Person in dem gesamten Trubel um jede Demonstration. Sie ist die erste Deutsche, die seit der Gründung der DfG (Demonstranten für jede Gelegenheit) Ende der 60er Jahre an der Spitze dieses europaweiten Verbandes steht.

Wir unterhielten uns lange Zeit über die Geschichte der DfG, ein Name, den sie sukzessive ändern will, er sei nicht mehr akzeptabel „wir sind von Anbeginn international tätig, wir müssen den Namen endlich anpassen, griffiger machen.“ Namensvorschläge gäbe es, aber sie wollte damit nicht herausrücken, dafür wäre der Entscheidungsprozess noch nicht weit genug fortgeschritten und da der Verband basisdemokratisch organisiert sei, obliege es ihr nicht, über das Thema mehr zu sagen.

Eigentlich wollte ich mich nur kurz mit ihr über das Thema Demogeld unterhalten, aber aufgrund der tagesaktuellen Vorkommnisse ging es nicht anders und ich sprach sie auf die Aussage von Caspary an und vermutete, er wäre dem alten Antifa Fake aufgesessen.

„Wir wissen nicht, woher er diese Zahl hat,“ so Bruna-Ramona Üller vom Europaverband der Demonstranten für jede Gelegenheit, „aber sie stimmt so nicht. Seinerzeit beim vermeintlichen Antifa Fake konnten wir noch relativ einfach dementieren, einfach ein ‚Ätsch reingefallen‘ Statement und damit war die Sache vom Tisch. Caspary hingegen ist, bis auf den Betrag, erstaunlich gut informiert gewesen, wir überprüfen gerade intern, ob wir die undichte Stelle finden können.“

Bruna-Ramona Üller
Bruna-Ramona Üller

Üller vermutet, dass eine durchgesickerte Grundberechnung für Casparys Fehläußerung verantwortlich sei.

Es sei aber durchaus richtig, dass 450€ eine Teilsumme ausmachen, allerdings nur bei kleineren Kundgebungen, 450€ sind sozusagen der Demonstrationsmindestlohn.

Demonstrationslohn ist immer eine nachträglich gezahlte Leistung, bis auf eben jene 450€ Antrittsgeld.

Hinzu kommen aber immer noch die Lohnnebenkosten sowie die Fahrtkosten.

Bruna gerät ins Schwärmen, „bereits in den 60er Jahren mit der Studentenbewegung erkannten unsere Gründer die Bedeutung und den wirtschaftlichen Aspekt von Demonstrationen. Sie sind Werbung für ein Produkt, in dem sie zielgerichtet gegen ein anderes eingesetzt werden können. Umso wichtiger ist es, diese Arbeit weitestgehend professionell zu organisieren,“ sie macht eine Pause, blickt aus dem Fenster, nippt am Glas, nickt und fährt fort, „sehen sie es so, ein paar Mal an markanten Stellen eingesetzt machte einen unserer Leute zum Außenminister, damit war er dann allerdings von unserer Gehaltsliste verschwunden. Damals war es unser Ziel die Menschen in geregelte Arbeit zu bringen, was ja durchaus erfolgreich war.

Ich denke es ist an der Zeit mit den Gerüchten und Fabeln aufzuräumen, Demonstrationen sind ein lukratives Geschäft und müssen eben entsprechend entlohnt werden. Also jede noch so kleine Demo über die berichtet wird, ist von uns organisiert und die Teilnehmer enthalten den Mindestlohn zzgl. Lohnneben- und Fahrtkosten.

Danach wird es abrechnungstechnisch spannend, werden es bundesweit mehr als 100.000 Demonstranten, so sprechen wir von einer Massenbewegung und es gibt den Massenzuschlag, der je nach Thema ein zwei bis dreistelliger Eurobetrag ist, werden es gar 100.000 an einem Ort, gibt des darüber hinaus den Großkundgebungszuschlag, wiederum zwei bis dreistellig.

Spannend und umfangreicher sind die links- und rechtsextremen Demonstrationen, diese werden entsprechend teuer, nicht wegen der Größe der Veranstaltung, sondern wegen der Gefahrenzulage, diese Demos werden zu gerne von UCs gestört, sogenannten unauthorisierten Chaoten, also Steinewerfern und Autoanzündern, jene die Schaden verursachen.

Tauchen diese auf, kann es zu körperlichen Nachteilen für unsere Leute kommen und diese Schäden werden durch die Zulage kompensiert.

Weiterhin gibt es für Beteiligte dieser Demonstrationen einen FFZ, den fürchterlichen Frisurenzuschlag, wenn der Schädel erstmal rasiert ist, dauert es ja eine Weile bis die Matte wieder da ist. Außerdem werden sie vor den Demonstrationen noch mehrfach explizit gebrieft, es ist nichts peinlicher als wenn man erst nach 2 km merkt, dass man im falschen Demonstrationszug mitwandert. Deshalb setzen wir dort auch nur Fachpersonal ein, ein dummer Gesichtsausdruck will geübt sein.

Man darf den Unterhaltungsfaktor einer guten Demo nicht unterschätzen, da liegen wir in Umfragewerten weit vor RTL, SAT1 und AfD Parteitagen.“

Zum Abschluss legt sie mir noch eine Kostenliste vor, um die Komplexität des #Demogeldes zu belegen und mit den Gerüchten aufzuräumen:

Kostenliste -> Demogeld
Kostenliste -> Demogeld

Es waren mehr als 100.000 Menschen bundesweit unterwegs, also steht eine Nachberechnung im Raum und Caspary lag definitiv falsch oder war falsch informiert.

Alle Bilder Pixabay.com
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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