Phishing und Datenklau-Warnung

„Ihr Konto wurde deaktiviert“ – Betrüger versenden gefährliche SMS

Betrüger versenden derzeit SMS-Nachrichten mit einem Link zu einer gefälschten Seite eines Geldinstituts.

Ralf Nowotny, 24. August 2022

Windige Betrüger haben es in den zurückliegenden Tagen auf die Bankdaten von Handy-Besitzern abgesehen. Per SMS fordern sie ihre Opfer auf, das angeblich deaktivierte Bank-Konto wieder freizuschalten. Die Polizei warnt, nicht auf die SMS zu reagieren.

In denen der Polizei bekanntgewordenen Fällen erhielten die Betroffenen eine Kurznachricht per SMS. Die Betrüger suggerieren, dass die Nachricht von einem Geldinstitut stammt und teilen den Empfängern mit, dass das Konto deaktiviert ist. Gleichzeitig wird der Empfänger aufgefordert, die Kontodaten zu aktualisieren, und zwar über einen in die Nachricht eingebetteten Link.

Die Polizei warnt: Der Link ist gefährlich! Dieser leitet die Betroffenen auf eine von den Tätern erstellte Fake-Seite der Bank, um so die Zugangsdaten der Opfer abzugreifen und letztlich Zugriff auf deren Konto zu erlangen.

Die Masche ähnelt der der „Paket SMS“, ein Phänomen, das als sogenanntes „smishing“ – eine Zusammensetzung der Wörter „SMS“ und „phishing“ – bekannt ist.

Um nicht in die Betrugsfalle zu tappen, gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Banken versenden grundsätzlich keine SMS mit Links, die angeklickt werden sollen!
  • Klicken oder tippen sie nicht auf Links unbekannter Absender.
  • Bestätigen Sie nie die Installation fremder Apps.
  • Geben Sie in keinem Fall TANs zu Ihren Bankkonten heraus.
  • Hinterfragen sie Nachrichten von Absendern, die sie nicht zuordnen können. Kontaktieren Sie im Zweifel Ihre Bank über die Ihnen bekannte Service-Nummer.
  • Loggen Sie sich alternativ über den Ihnen bekannten Weg zu Ihrem Online-Konto ein und prüfen Sie, ob ein Problem besteht.
  • Sperren Sie die Nummer des Absenders der Fake-SMS.
  • Aktivieren Sie in ihrem Mobilfunkgerät die Drittanbieter-Sperre.
  • Im Schadensfall unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten!

Artikelbild: unsplash
Quelle: PP/Polizeipräsidium Mittelhessen

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