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Köchin weigert sich Plastikkochlöffel zu benutzen und wandert ins Gefängnis

Kathrin Helmreich, 14. Februar 2018

Manches klingt einfach zu skurril, um wahr zu sein. Doch das hier ist kein Fake.

Wir erhielten Anfragen zu einem Artikel, der schon etwas länger auf Facebook geteilt wird.

Dabei geht es um eine Köchin, die in Haft geht, weil sie sich weigert Plastikkochutensilien zu benutzen.

Der Statusbeitrag wird als Bild geteilt und sieht wie folgt aus:

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Bild im Klartext:

Köchin geht nun wegen Holzkochlöffel in Haft

Wenn die Bürokratie im Spiel ist, dann ist meistens auch eine Groteske nicht weit entfernt: Einer Grazer Bio-Köchin wurde von der Baubehörde eine 550 Euro hohe Strafe aufgebrummt, weil sie Kochlöffel und Schneidbretter aus Holz verwendet – statt aus Plastik.
Ushij Matzer lehnt aber Kochutensilien aus Kunststoff ab und will aus Protest nicht zahlen. Stattdessen geht sie nun für zweieinhalb Tage ins Gefängnis und sitzt die sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe ab.
Matzer verweist auf Gesundheitsrisiken durch Plastikabrieb und Formaldehyd-Dämpfe, die auch durch Studien der Wiener Universität für Bodenkultur belegt seien.
Auch die Zeitschrift „Konsument“ empfahl nach Tests die Rückkehr zum Holzkochlöffel. Unterstützung erhält die Köchin von der steirischen Wirtschaftskammer: Präsident Josef Herk will sich zu ihr ins Gefängnis setzen.

[vc_message message_box_color=“green“ icon_fontawesome=“fa fa-check“]Bei diesem Artikel handelt es sich um die WAHRHEIT.[/mk_info]

Der Text wurde auf der Webseite der Heute.at am 07. Februar 2016 genauso veröffentlicht.

Jedoch ist der “Tatbestand” wesentlich älter. Bereits am 2. Dezember 2014 berichtete derStandard darüber und auch in der Kleinen Zeitung wurde rege über die “Holzbrett-Affäre” berichtet und eine offizielle Erklärung der Grazer Stadtverwaltung veröffentlicht.

So heißt es laut Martin Haidvogl, Direktor des Grazer Magistrats:

Da der Bioladen für Kindergärten koche, handle es sich um eine „Speisen produzierende Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung“, Holz sei dort – im Unterschied etwa zu Buschenschenken oder Konditoreien – generell verboten. Man sei dem Bioladen ohnedies entgegengekommen und habe nur verlangt, dass abgesplitterte Holzutensilien ausgetauscht werden.

Ergebnis:

Dieser Zeitungsartikel ist echt.

Ushij Matzer musste tatsächlich einer Strafe entgegenblicken, nachdem sie sich weigerte, Plastikkochlöffel, statt Holzkochlöffel zu verwenden.


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