Kinderfotos im Netz: Gepostet, geklaut, missbraucht

Andre Wolf, 18. Dezember 2018
Artikelbild: Shutterstock / Von Maria Symchych
Artikelbild: Shutterstock / Von Maria Symchych

Kinderfotos im Internet: Der Ort, wo Eltern ihre Kinder schutzlos stehenlassen.

Seit Jahren ist es ein vieldiskutiertes Thema: Eltern oder Großeltern veröffentlichen gerne mal die niedlichen Fotos ihrer Kinder/Enkel. Ist ja nichts dabei, zumindest in erster Linie.

Sicher, an dieser Stelle gibt es natürlich mehrere Faktoren, die darin hineinfließen, wie sehr so ein Bild letztendlich „geschützt“ ist. Das fängt bei den Privatsphäreneinstellungen an und hört bei der undichten Stelle im Bekanntenkreis auf, welche dieses Bild weitergibt oder auf einer anderen Plattform teilt (Beipiel: ein Foto empfangen auf WhatsApp wird durch den Empfänger auf Facebook veröffentlicht. Oder umgekehrt).

Was ist gar, wenn Kinder sich selbst in Szene setzen, um in einem vermeintlichen Like-Wettlauf viel Anerkennung zu bekommen? Mit diesen und ähnlichen Situationen beschäftigte sich nun die ARD-Ausstrahlung „Kinderfotos im Netz: gepostet, geklaut, missbraucht“

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Daher möchten wir an dieser Stelle auch nochmals auf die Problematik „Kinderfotos im Netz“ aufmerksam machen, denn auch Kinder haben eine Privatsphäre. Kinderfotos haben in sozialen Netzwerken grundsätzlich nichts zu suchen.

Denn das Internet „vergisst“ nichts. Letztendlich kann es passieren, dass nicht nur eure Freunde auf Facebook die Bilder sehen, sondern diese Fotos können auch von Fremden genutzt werden. Je nach gewählter Privatsphäreneinstellung sogar völlig problemlos und auch legal. Wir verweisen hier auf die „Kinderbasar“ Methode hin (vergleiche).

Illegal wird es sogar, wenn Fotos einfach KOPIERT und auf fremden SEITEN ERNEUT HOCHGELADEN werden. Das ganze geschieht OHNE EINWILLIGUNG der Eltern. Hier sind Kinder völlig schutzlos ausgeliefert.

Thema Kinderbilder auf Facebook

Natürlich bleibt es allen Eltern selbst überlassen, Bilder von ihren Kindern auf Facebook zu posten, aber achtet bitte um Himmels willen auf die Privatsphäreneinstellung. So informiert Facebook über die Einstellung “öffentlich”:

Informationen, die du öffentlich teilst: Wenn du Informationen „Öffentlich“ teilst (z. B. wenn du in der Zielgruppenauswahl „Öffentlich“ auswählst), werden diese als öffentliche Informationen betrachtet. Wenn du etwas teilst und keine Zielgruppenauswahl oder eine andere Privatsphäre-Einstellung angezeigt wird, sind diese Informationen ebenfalls öffentlich.

Sowie:

Personen, die nicht bei Facebook angemeldet sind, können dennoch Dinge sehen, die du mit dem öffentlichen Publikum geteilt hast, wie auch deine öffentlichen Informationen (z. B. deinen Namen, dein Profilbild, dein Titelbild, dein Geschlecht und deine Netzwerke).

Also, liebe Eltern, es liegt an Euch, wie Bilder Eurer Kinder auf Facebook verteilt werden können! Begreift, was auf Facebook geschieht, begreift, wie die Privatsphäreneinstellungen funktionieren. IHR habt es in der Hand.

Siehe auch: ARD

Artikelbild: Shutterstock / Von Maria Symchych


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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