Aktuelles

Totes Kind wegen Maske: „An dieser Geschichte ist überhaupt nichts dran“

Andre Wolf, 1. Oktober 2020
Totes Kind wegen Maske: „An dieser Geschichte überhaupt nichts dran"
Totes Kind wegen Maske: „An dieser Geschichte überhaupt nichts dran"

Derzeit tauchen auf Social Media immer häufiger Gerüchte über tote Kinder durch Mund und Nasenschutz auf. Ist die Maske nun wirklich tödlich?

Mittlerweile hat auch die Polizei darauf reagiert. Auf Twitter bezieht die Polizei Unterfranken Stellung zu einem Kettenbrief, in dem behauptet wird, dass es ein drittes totes Kind wegen einer Maske geben würde. Die Behauptung lautet, dass am 28 September ein sechsjähriges Mädchen aus der Nähe von Schweinfurt auf dem Heimweg im Schulbus mit Mund-Nasen-Bedeckung bewusstlos zusammengebrochen sei. Der Busfahrer hätte daraufhin angehalten und das Mädchen in den Gang des Busses gelegt, ihr jedoch nicht die Maske abgenommen.

O-Ton des Pressesprechers Enrico Ball

[mk_ad]

Das Mädchen musste laut Angabe des Kettenbriefs mit Sauerstoff versorgt werden, verstarb jedoch. Zu diesem Vorfall hat sich nun die Polizei Unterfranken gemeldet und sagt recht deutlich, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Man liest hierzu auf Twitter:

Seit Dienstag verbreiten Masken-Kritiker auf Social Media #Falschmeldungen über den angeblichen Tod eines 6-jährigen Mädchens in #Schweinfurt.

Schenkt diesen #fakenews bitte keinen Glauben und retweetet sie auf keinen Fall. ‼

Gerüchte um die Maske

Auf die Frage, ob die Polizei eindeutig ein Einwirken der Maske ausschließen könne, konnte die Polizei Unterfranken recht deutlich sagen, dass es sich grundsätzlich bei der Mitteilung um einen Fake handelt. Man liest dazu in einer Antwort:

Wie wollen sie einen Menschen obduzieren der gar nicht gestorben ist. Oder verstehen wir ihren Beitrag gerade nicht. Unserem Kenntnisstand nach ist an dieser Geschichte überhaupt nichts dran. Es kam wohl auch kein Kind mit entsprechenden Beschwerden in ein Krankenhaus.

In einem vorangegangenen Artikel haben wir bereits recht deutlich beschrieben, dass es im Moment mehrere Gerüchte um verstorbene Kinder und Masken gibt. Beweise bleiben bisher aus oder so wie in diesem Fall können Behörden deutlich davon sprechen, dass es sich um Falschmeldungen handelt. Unser vorangegangener Artikel befindet sich hier.

[mk_ad]

Das könnte ebenso interessieren:

Impfung in der Straßenbahn? Kein Fake! „Impfbim“. Nein, es handelt sich bei diesem Begriff nicht um das Jugendwort des Jahres 2020, sondern um eine mobile Impfstation für eine Gratisimpfung. Mehr dazu HIER.


Unabhängige Faktenchecks und Recherchen sind wichtig und richtig. Sie fördern Medienkompetenz und Bildung. 

Ein unabhängiges und für jeden frei zugängliches Informationsmedium ist in Zeiten von Fakenews, aber auch Message Control besonders wichtig. Wir sind seit 2011 bestrebt, allen Internetnutzern stets hochwertige Faktenchecks zu bieten.  Dies soll es auch langfristig bleiben. Dafür brauchen wir jetzt Deine Unterstützung!

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

weitere mimikama-Artikel