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Kein Fake: Trump wollte künftigen Coronavirus-Impfstoff nur für die USA

Ralf Nowotny, 16. März 2020
Kein Fake: Trump wollte künftigen Coronavirus-Impfstoff nur für die USA
Kein Fake: Trump wollte künftigen Coronavirus-Impfstoff nur für die USA

UPDATE: Bitte lesen sie hier weiter! Dementi: „CureVac hat kein Angebot von der US-Regierung erhalten“

„America first“ dachte sich wohl US-Präsident Donald Trump bei seinem Angebot, welches aber abgelehnt wurde.

Das Tübinger Unternehmen „CureVac“ ist nur eines von vielen Einrichtungen, die fieberhaft an einem Impfstoff gegen den neuen Coronavirus SARS-CoV-2 arbeiten. In den Fokus geriet es nun, da das Unternehmen ein Angebot von Trump ausschlug, welches finanziell sicherlich interessant war.

Die Forschung nach einem Impfstoff

Im Januar 2020 wurde bekannt, dass CureVac bis zu 8,3 Millionen Dollar von der internationalen Impfstoffinitiative CEPI bekäme, wie der SWR erfuhr.

Grund dafür: Das Biotechnologieunternehmen arbeitet an einer Methode, um künftige Impfstoffe schneller entwickeln zu können als bisher, was dann auch vermutlich zu einer schnelleren Entwicklung eines Impfstoffes gegen SARS-CoV-2 führt.

Allerdings gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Medikament, welches mit jener neuen Methode fertig entwickelt und zugelassen wurde.

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Dietmar Hopp lehnte ab

Glücklicherweise, kann man sagen, ist der deutsche Milliardär Dietmar Hopp zu 80 Prozent an CureVac beteiligt, da kann man auch schon mal ein wahrscheinlich recht attraktives Angebot von Donald Trump ablehnen.

Wie unter anderem das Manager-Magazin, SWR, ZDF und ntv berichten, haben die USA versucht, Exklusivrechte für einen künftigen SARS-CoV-2 Impfstoff zu erlangen. Dem voraus gingen Gespräche von CureVac mit den USA Anfang März. Das Angebot wurde jedoch von Hopp abgelehnt.

„Wenn es uns hoffentlich bald gelingt, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln, soll dieser Menschen nicht nur regional sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen, schützen und helfen können.“

so Dietmar Hopp am Sonntag Abend.

Man kann nun rätseln, was genau bei diesen Gesprächen Anfang März gesagt wurde, merkwürdig war jedoch, dass der bisherige CEO, Daniel Menichella, kurz darauf CureVac verließ und durch seinen Vorgänger, dem Gründer Ingmar Hoerr, ersetzt wurde.

Laut Informationen der „Welt am Sonntag“ soll Trump versucht haben, die Rechte an einem zukünftigen Impfstoff exklusiv für die USA zu sichern:

Natürlich spielt bei einem solchen Impfstoff viel Geld eine große Rolle: Wer die Exklusivrechte hat, kann damit enorm verdienen. Dazu muss es allerdings auch erst einmal zu der Entwicklung eines Impfstoffes kommen, insofern wäre es ein ziemlich riskantes  Pokerspiel, würde Trump nur auf CureVac setzen.

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Die US-Regierung habe mit mehr als 25 Unternehmen gesprochen, die möglicherweise helfen könnten, einen Impfstoff zu entwickeln, so ein US-Beamter, und selbstverständlich werde man dann einen Impfstoff auch der ganzen Welt zugänglich machen.

Am Montag sagte Außenminister Heiko Maas zu dem mutmaßlichen Versuch der US-Regierung, CureVac zu einem Standortwechsel zu überreden:

„Deutsche Forscher sind führend an der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen beteiligt, in weltweiten Kooperationen. Wir können nicht zulassen, dass sich andere ihre Forschungsergebnisse exklusiv aneignen wollen.“

UPDATE: Bitte lesen sie hier weiter! Dementi: „CureVac hat kein Angebot von der US-Regierung erhalten“

Artikelbild: REDPIXEL.PL / Shutterstock

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