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Kein Fake: Biobarda – Die Müllfalle aus Recycling-Material

Ralf Nowotny, 17. Februar 2020
Kein Fake: Biobarda - Die Müllfalle aus Recycling-Material
Kein Fake: Biobarda - Die Müllfalle aus Recycling-Material

Ein Bild mit einer Art „Plastikwurst“, die über einen Fluss gespannt ist, sorgt für Anfragen: Wo kommt es her, was ist das genau, ist das wirklich so?

In einem Facebook-Beitrag geht es um eine Art Falle, Biobarda genannt, die über einen Fluss gespannt wurde, um schwimmenden Müll aufzuhalten, bevor er ins Meer fließt. Doch leider weiß der Nutzer nicht, von wann und wo das Bild ist, die Idee allerdings ist gut.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10216320169459165&set=a.2105711164664&type=3&theater

Der beschreibende Text auf Facebook:

„Diese Herren haben eine Falle gestellt, um zu verhindern, dass der Müll ans Meer kommt, diese Männer verdienen es, viral in sozialen Netzwerken zu sein, aber wie immer diese Bilder, teilt niemand.“ – Text Blady Ximena

Leider wissen wir auch nicht, von wem das Bild ist und wer das Bild hochgeladen hat. Die Idee ist auf jeden Fall hervorragend.

Bild unbekannt, gesendet von Blady Ximena

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Mimikama hilft – Wir erklären „Biobarda“

Bereits im März 2019 wurde das Bild mit einer ähnlichen Beschreibung auf Facebook gepostet, doch gibt es noch ältere Bilder der „Biobardas“, zu Deutsch „Bio-Barrieren“. Mindestens bis ins Jahr 2017 lassen sich Artikel über diese Gebilde aus Seilen, einem langen Netz und Plastikflaschen zurückverfolgen.

Die ersten Biohardas erschienen in Guatemala, wobei allerdings nicht bekannt ist, wann genau und von wem sie erstmals gebaut wurden. Fest steht allerdings, dass es sich nicht einfach nur um ein einzelnes Projekt von ein paar Personen handelt, sondern tatsächlich auch von der Regierung gefördert wurde!

So wurde die lokale Bevölkerung in der Nähe von Orten, an denen eine Biobarda gebaut werden sollte, dazu aufgefordert, leere, gereinigte Plastikflaschen nicht etwa gleich wegzuwerfen, sondern für eine Biobarda zu spenden.

So gab es 2017 bereits mindestens neun Flüsse, in denen Biobardas installiert wurden. Der angesammelte Plastikmüll wurde dann auf Kosten der Regierung gesammelt und entsorgt.

Und wie sieht es heute aus?

Leider nicht mehr ganz so rosig. Wie vor wenigen Tagen erst berichtet wurde, wurden mittlerweile mehrere Biobardas, die unter dem damaligen guatemalischen Präsidenten Jimmy Morales entstanden, nun im Stich gelassen. Die Anwohner beschweren sich, dass der angehäufte Müll nicht mehr von der Regierung entfernt werden würde.

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Fazit

Die Biohardas waren eine gute Idee und sind es auch immer noch, um dem Müll in den Flüssen Guatemalas Herr zu werden. Man kann nur hoffen, dass auch die neue Regierung dieses Projekt weiterführen und finanzieren wird, die Chancen dafür stehen allerdings gut.


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