Jahresrückblick 2020

Jahresrückblick 2020: Gefälschte Empfehlung des Robert-Koch-Instituts

Kathrin Helmreich, 28. Dezember 2020
Jahresrückblick 2020: Gefälschte Empfehlung des Robert-Koch-Instituts
Jahresrückblick 2020: Gefälschte Empfehlung des Robert-Koch-Instituts

Im Jahr 2020 machte ein gefälschtes Sharepic auf Social Media-Kanälen die Runde, auf dem man das Logo des Robert-Koch-Instituts erkennen kann.

Es wirkt zwar wie ein Informationsblatt des Robert Koch Instituts, ist es aber nicht. Angeblich soll das Institut im Jahr 2020 dazu geraten haben, dass man in der Fastenzeit, aufgrund des Coronavirus, nicht auf Alkohol verzichten solle, denn dieser wirke desinfizierend.

Es handelt sich dabei um eine Falschmeldung:

Screenshot der Falschmeldung, die im Umlauf ist
Screenshot der Falschmeldung, die im Umlauf ist

Der Inhalt im Wortlaut:

Robert Koch Institut
Coronavirus in Deutschland
In der Fastenzeit auf Alkohol zu verzichten ist in diesem Jahr laut RKI der falsche Weg. Aufgrund des Coronavirus wird sogar empfohlen mehr als die gewöhnliche Menge zu sich zu nehmen und dies unbedingt täglich. Ab einer Menge von 100g Alkohol pro Tag soll sich eine ausreichende Desinfizierung im Mund und Rachenraum einstellen. Das wären dann zum Beispiel 5 Bier. Wer mehr verträgt darf und soll sogar auch mehr zu sich nehmen. Stand: 19.03.2020

Es ist nicht das erste Mal das behauptet wird, dass Alkohol gegen das Virus helfen soll. Am 17.3.2020 machte eine ähnliche Meldung die Runde im Netz. Damals soll diese angeblich vom ORF (Österreichischen Rundfunk) veröffentlicht worden sein, was natürlich auch nicht der Wahrheit entsprach. Wir haben hier darüber berichtet: Bierkonsum gegen Covid-19

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Fazit:

Bei dem Sharepic handelt es sich um eine Fälschung und um keine Empfehlung des Robert Koch Instituts. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland scheibt dazu auf Ihrer Webseite:

“Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht umhüllt ist, reagieren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside”, bestätigt das Bundesamt für Risikobewertung (BfR). “Wenngleich für SARS-CoV-2 hierfür noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird.”

Gemeint ist damit jedoch die Desinfektion von öffentlich genutzten Flächen und der Hände. Das Trinken von Alkohol, um das Coronavirus einzudämmen bleibt damit nur eine Schnapsidee.

Quelle: RND

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