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IS nutzte Amazon Web Services für Propaganda-Webseite

Claudia Spiess, 30. August 2021
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Die Webseite des IS wurde mittlerweile offline genommen. Aufzeichnungen zufolge wurde sie seit April bei Amazon gehostet.

Die Amazon Webservices (AWS) wurden von der Propaganda-Abteilung der IS dafür genutzt, extremistische Inhalte auf einer Webseite zu hoste, wie die „Washington Post“ berichtet. Zu finden war hier unter anderem ein Artikel, in dem die Selbstmordanschläge in Kabul gefeiert wurden.

Berichterstatter lieferten Amazon letztendlich die nötigen Hinweise, damit die Webseite offline genommen wurde.

Richtlinien und Regelungen ausreichend?

Die Richtlinien der Amazon Web Services untersagen Nutzern des Dienstes, damit zu „Gewalt, Terrorismus oder anderen schweren Verletzungen anzustiften“. Wie kann es dann sein, dass eine Webseite der extremistischen IS seit April hier gehostet wurde?

Rita Katz, Geschäftsführerin der SITE Intelligence Group, die Online-Extremismus überwacht, stieß auf die Seite der IS und stellte so die Verbindung zu den Amazon Web Services fest. Auch war diese Seite mit der App des Medienarms Nida-e-Haqq verbunden. Hier wurde beispielsweise ein Foto des Attentäters von Kabul in einer Bombenweste gezeigt.

Gegenüber der „Washington Post“ erklärte Amazon-Sprecher Casey McGee:

„Nach einer Untersuchung haben wir eine Webseite deaktiviert, die mit dieser App verlinkt war, da sie gegen die AWS Acceptable Use Policy verstoßen hat.“

Fraglich ist nun, wie es sein kann, dass die Propaganda-Seite der IS seit April unentdeckt blieb. Vermutungen zufolge wusste Amazon nichts davon und verließ sich auf eingehende Beschwerden.

Taliban- und extremistische Inhalte sind das neueste Thema sozialer Netzwerke, und Hosting-Dienste wie der von Amazon müssen sich eindeutig damit auseinandersetzen. Die IS verwenden auch Plattformen wie Facebook, Twitter, WhatsApp und YouTube. Hier sind nun die Betreiber gefragt, sicherzustellen, dass ihre Richtlinien eingehalten werden, und – falls nicht – entsprechend dagegen vorzugehen.

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Quelle: Standard, Engadget

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